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Private Dokumente

Stadt bittet Leihgeber ins Rathaus

Von Claudia Lehnen, 08.04.09, 20:52h, aktualisiert 09.04.09, 15:50h

Am 11.Mai will die Verwaltung über den Zustand der Dokumente informieren, die Privatleute im Stadtarchiv sicher glaubten. Leo Friedrich und Elisabeth Dorothea von Wittgenstein hatten dem Archiv 32 Kästen mit Dokumenten ihrer Familiengeschichte überlassen.

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Leo Friedrich und Elisabeth Dorothea von Wittgenstein (Bild: Bause)
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Leo Friedrich und Elisabeth Dorothea von Wittgenstein (Bild: Bause)
Köln - Es geht nicht um Geld und Ansprüche. Es geht um den Stil. Leo Friedrich und Elisabeth Dorothea von Wittgenstein sind „erschrocken, dass sich die Stadt noch nicht mit den Depositaren in Verbindung gesetzt hat“. Die Nachfahren Heinrich von Wittgensteins, Gründer des Festkomitees, haben dem Archiv vor mehr als 50 Jahren 32 Kästen mit Dokumenten ihrer Familiengeschichte geliehen. Nun vermuten sie den Großteil davon im Grundwasser. Dass sich die Stadt nicht aus Eigeninitiative bei den Depositaren gemeldet habe, sei, „als würde ich einen Mercedes ausleihen, ihn an die Wand setzen und den Eigentümer nicht mal informieren“, sagt Leo Friedrich von Wittgenstein.

Die Stadt teilt auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit, für Montag, 11. Mai, seien alle Nachlassgeber und Depositare in die Piazetta des Rathauses eingeladen. „Die Briefe werden schon gedruckt“, sagt ein Mitarbeiter. Den späten Zeitpunkt der Einladung erklärt Gisela Fleckenstein, die Leiterin der Abteilung Nachlässe und Sammlungen, so: Zehn Regalmeter Verträge seien zu ordnen gewesen, um herauszufinden, welche Nachlassgeber und Depositare ihre Stücke im Archiv lagerten. Das habe einige Zeit in Anspruch genommen. Fleckenstein sagt: „Falls wir den ein oder anderen vergessen, weil wir nicht alle Adressen haben: Fühlen Sie sich alle eingeladen.“



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