Von Britta Havlicek, 09.04.09, 18:34h, aktualisiert 25.11.09, 12:40h
Der Ältere des homosexuellen Paares muss sich gewehrt haben, vermuten Nachbarn. Der Jüngere soll seinen Partner öfters geschlagen haben. Einmal habe er ihm sogar Zähne ausgeschlagen, auch von einem blauen Auge war die Rede. Seit elf Jahren wohnt der 44-jährige ehemalige Bundeswehrsoldat in dem rot-verklinkerten Haus in der ruhigen Straße in Sindorf. Seinen erheblich jüngeren Freund habe er sich vor vier Jahren in die Wohnung geholt, berichtet eine Nachbarin. Der 28-Jährige sei arbeitslos gewesen. Er soll an Gesangsshows und an Tanzcastings teilgenommen haben.
Auf der Straße habe ihn der ältere Partner aber auch schon mehrfach aus Eifersucht wüst beschimpft, erzählt eine junge Frau, die früher mit dem Jüngeren „ab und zu am Bahnhof rumgehangen“ hat. „Die hatten ständig Stress. Das konnte nicht gut gehen, weil der Jüngere so flippig war.“
Nachbarn zufolge soll der Sindorfer seinem jüngeren Freund Geld gegeben haben. „Die Mutter des Älteren hat auch schon die Miete zahlen müssen, weil er es nicht mehr konnte“, so eine Nachbarin.
Die Leiche des 28-Jährigen wird jetzt in der Gerichtsmedizin obduziert. Bislang ist unklar, wie er zu Tode gekommen ist. Der ehemalige Soldat ist nach seinem Geständnis festgenommen worden. Er sitzt in Untersuchungshaft.
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