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Hintergrund

Das „Milchboard“

Erstellt 10.04.09, 16:45h

Viele Milchbauern versuchen aktuell, ein „Milchboard“ einzurichten, das ihnen höhere Preise bringen soll. Dabei analysieren die Bauern zunächst ihre Vollkosten und legen daraufhin per Mehrheitsentscheidung ihren Mindestverkaufspreis fest. Laut Plan soll die Milch darunter nicht abgegeben werden. Das unterscheidet das Board von der Milcherzeugergemeinschaft, die einfach die größere Marktmacht der Masse beim Verkauf zu Marktpreisen nutzt.

Die Organisatoren gehen davon aus, dass das Marktstrukturgesetz Milcherzeuger als „Urproduzenten“ erlaubt, sich zu bündeln. Sie wollen bundesweit 80 Prozent der Milcherzeuger hinter sich bringen. Einzelne Mitglieder, die vertraglich verpflichtet sind, ihre komplette Milch an eine Molkerei abzuliefern (Andienungspflicht), sollen von den neuen Lieferregeln ausgenommen werden, können aber trotzdem Mitglied im Board werden. Diese Ausnahme schwächt die Marktmacht des Zusammenschlusses. (sek)



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