Von Thomas Käding, 14.04.09, 18:36h
Wer sich an die Zeit erinnert, in der ein solcher Zusammenschluss in Leverkusen populär gemacht werden sollte, muss an die Aufregungen des Frühjahrs 2007 denken: Der Beschluss, dem Giganten ECE einen zentralen Teil der Innenstadt zum Fraß vorzuwerfen, trieb die Einzelhändler auf die Barrikaden. Vor dieser Kulisse war es ziemlich schlau von Wirtschaftsförderer Wolfgang Mues, mit dem Projekt einer Immobilien- und Standortgemeinschaft Profil zu zeigen.
Merkwürdig nur, dass die Aufregung in der Wiesdorfer Händlerschaft offenbar keinerlei Mitmach-Energie freigesetzt hat. Wie sonst ist es zu erklären, dass sich niemand engagieren wollte? Natürlich, die Arbeit in einem Zusammenschluss von Immobilienbesitzern und ihren gewerblichen Mietern ist überaus mühsam. Große Würfe, die einem Quartier tatsächlich mehr Flair und messbar mehr Kunden bringen, sind schwer zu verwirklichen.
Dennoch zeigen Beispiele aus anderen Ländern, dass die Idee mehr ist als eine Kopfgeburt, die in der Praxis nichts bringt. Ob es aber etwas bringt, aus schierer Not der Werbegemeinschaft eine Immobilien- und Standortgemeinschaft unterzujubeln, die sich jetzt um nichts weniger kümmern soll als die ganze City, muss sich noch erweisen. Es gibt jedenfalls bessere Voraussetzungen.
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