Von Norbert Ramme, 15.04.09, 15:25h
Noch im vergangenen Herbst hatten Elternvertreter und Lehrer der Schule befürchtet, dass sich das Bauprojekt nochmals verzögern oder gar ganz zerschlagen könnte. „Selbst bauen können wir ja nicht“, sagte Alex Schlösser, der Schulpflegschaftsvorsitzende des Gymnasiums und verwies darauf, dass die Eltern schon vor mehr als zwei Jahren die ganze Schule in Eigenleistung neu gestrichen hatten. „Zudem haben wir eine Architektin bezahlt, die ein Gesamtkonzept für den Um-und Neubau der Gebäude sowie des Schulhofes erarbeitet hat.“ Das liege wohl noch bei der Stadt in der Schublade. Die baulichen Probleme des Kaiserin-Theophanu-Gymnasiums sind der Schulverwaltung bereits seit Jahren bekannt. Schulleiterin Monika Lindberg: „Das Schulgebäude sowie die Klassen-und Fachräume befinden sich weitgehend im gleichen Zustand wie vor 35 Jahren.“
Darüberhinaus sei die Turnhalle der Schule schon seit längerem nur begrenzt nutzbar, weil Teile der Glasbausteine herunterfallen und es keinen Aufprallschutz in der Halle gibt. So sind Ballspiele in der Halle gar nicht möglich. Eine Generalsanierung der Turnhalle, so erläuterte die Verwaltung den Bezirksvertretern, sei „nicht wirtschaftlich“, zumal die Halle dann immer noch nicht dem aktuellen Standard entsprechen würde. Darum soll nun eine neue Dreifach-Halle (trennbar in drei Bereiche) gebaut werden, die modernsten Ansprüche entsprechen soll. Für die dazugehörigen Sportgeräte sind 150 000 Euro bereits fest eingeplant.
Genau wie die Turnhalle ist auch ein Trakt aus Fertigbaueinheiten mit derzeit 16 Klassenräumen nicht mehr zu sanieren. Da die Verwaltung für die Schule aufgrund der Schülerzahlen einen Bedarf an elf zusätzlichen Klassenräumen und für den zugehörigen Ganztagsbereich einen Bedarf an weiteren fünf Räumen errechnet hat, soll der Erweiterungsbau 31 Unterrichtsräume und vier Nebenräume erhalten. Dann verteilen sich auf eine Nutzfläche von rund 2200 Quadratmetern 19 Klassenzimmer, vier Betreuungsräume, drei Physikräume, ein Fachraum für Kunst sowie vier Mehrzweckräume. Für Möbel und Einrichtung der Unterrichts- sowie der Verwaltungsräume der Schule sind 350 000 Euro veranschlagt. Die Räume im Ganztagsbereich einzurichten, soll weitere 50 000 Euro kosten.
Gerade diese Ganztags-Räume und deren Ausstattung kritisierte CDU-Bezirksvertreter Walter Hambloch. Und verwies darauf, dass im Kalker Stadtbezirk eine Ganztagsbetreuung vorrangig an den beiden Schulen im Ostheimer Schulzentrum, dem Heinrich-Heine-Gymnasium und der Albert-Schweitzer-Realschule, vorgesehen sei. „Auch da besteht ein Raumbedarf“, weiß Hambloch. Schließlich ist der CDU-Mann hauptberuflich als Studiendirektor der stellvertretende Schulleiter am Heinrich-Heine-Gymnasium. „Eine provisorische Übermittagsbetreuung geht zulasten von Unterrichtsräumen“, sagte Hambloch und forderte für seine Fraktion von der Verwaltung nun „möglichst schnell auch Vorlagen für die anderen Schulen.“
Das Warten hat ein Ende Artikel 15.04.2009
02.02.2010 | 17.06 Uhr | ggh
Der Artikel "Das Warten hat ein Ende" vom 15.04.2009 über die geplante Renovierung der Kaiserin-Theophanu-Schule in Köln-Kalk, beinhaltet leider eine…
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