Von Fabian Schumacher, 16.04.09, 18:08h
Sankt Augustin - Norden, Süden, Osten, Westen - nicht nur Seemänner sollten sich an diesen vier Himmelsrichtungen orientieren können. Auch Schatzsucher. Wie das genau funktioniert, erfuhren Kinder von neun bis 14 Jahren, die sich beim Umweltprogramm „Natur auf der Spur: Mit Kompass und GPS auf Schatzsuche“ angemeldet hatten. Das Umweltbüro der Stadt hatte eigens hierfür Naturerlebnispädagogin Alexa Schiefer vom Verein „Querwaldein“ aus Köln verpflichtet. „Das ist das erste Mal, dass wir so eine Aktion zusammen mit einem Verein organisieren“, so Birgit Dannefelser vom Umweltbüro.
Die Suche nach dem geheimnisvollen Schatz führt die Jungen und Mädchen durch den Wald am Birlinghovener Schloss und birgt dabei einige Rätsel und knifflige Aufgaben: Nach Nordosten soll die Gruppe gehen, bis zu einem großen Baum, dessen Name noch herausgefunden werden muss. Dazu soll noch eine Frucht dieses Baumes eingesammelt werden.
Ohne die Lösung des Rätsels gibt es keinen Schatz, aber die kleinen Naturfreunde zeigen ihr Wissen und schnell werden die richtigen Antworten gefunden. „Ein abenteuerlich aufgezogenes Naturerlebnis“ soll das Ziel der Schatzsuche sein, sagt Birgit Dannefelser. „Ab zehn Jahren ist es schwer, Kinder dafür zu motivieren.“ Doch den Kompass benutzen die Jung-Abenteurer rasch so sicher wie sonst Handy oder Digicam.
Nachdem alle Fragen eine Antwort gefunden haben, kann die letzte Etappe bei der Suche nach dem Schatz beginnen. Die Kompasse werden abgegeben, heraus holt Alexa Schiefer für jeden ein GPS-Gerät. Über Satellitenempfang sollen die Kinder nun nach dem Ziel ihrer Wünsche fahnden. Auf dem Gerät zeigt der Pfeil in Richtung der Koordinaten des Schatzes, die zuvor ins System eingegeben wurden. Überraschenderweise stürmen plötzlich alle Kinder auseinander wie ein Schwarm aufgescheuchter Fliegen, obwohl doch eigentlich alle in dieselbe Richtung gehen sollten. „Der Pfeil zeigt nur in die richtige Richtung wenn ihr in Bewegung seid“, erklärt Alexa Schiefer. Doch bald ist auch dieses Problem behoben und der Schatz wird unter großem Jubel gesichtet.
Spaß hatten die erfolgreichen Schatzsucher allemal. Der elfjährige Tom fand besonders schön, „im Wald herumzulaufen und die Mittel kennen zu lernen um sich wiederzufinden.“ Der „Schatz“ wird ihm dabei in Zukunft helfen: Ein kleiner Kompass für jeden.
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