Von Stefan Kunze, 17.04.09, 17:28h
Der Großteil der Teilnehmer kam aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Oberbergischen Kreis. Vor der Demo hatten sich die Bauern mit ihren Treckern in Heiligenhaus gesammelt. Im langen Konvoi fuhren sie schließlich in Richtung Köln. Unterwegs schlossen sich Kollegen aus dem Rhein-Sieg-Kreis und aus Bergisch Gladbach an. „Die Molkereien halten sich noch zurück und schieben alles auf die Politik. Da ist das Problem: Keiner will schuld sein, aber wir leiden am meisten“, schimpfte Lambert Stöcker vom Bundesverband der deutschen Milchviehhalter (BDM). Bundesweit gingen mehr als 20 000 Milchbauern für höhere Preise auf die Straße. Für die Milchbauern aus dem Bergischen Land war es eine weitere Aktion nach dem Lieferstreik im Mai 2008 und Protesten in Berlin im Oktober. Einen Erfolg konnten die Bauern bereits vor dem Start der jüngsten Proteste für sich verbuchen. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner sagte für den 28. April einen neuen Milchgipfel zu. Derweil arbeitet der BDM an einem weiteren Projekt, dem „Milchboard“. „Wir werden viele Informationsveranstaltungen machen, damit wir mit der Idee in den Dörfern ankommen“, erklärte Stöcker. Beim Milchboard schließen sich die Bauern zusammen und legen eine Preisuntergrenzen fest, unter der sie ihre Milch nicht an die Molkerei abgeben wollen. Ziel ist es, 80 Prozent der Milch in Deutschland zu kontrollieren. Laut BDM sind im Kreis bislang ein Viertel der Milchproduzenten der Initiative beigetreten.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
![]() |