Von Marion Eickler, 20.04.09, 22:00h
Die Fotos zeigen Slogans wie „Nazis raus“, „Kein Mensch ist illlegal“ oder „Köln ist schön“. Zwei Bilder, die Graffiti mit Sprüchen gegen die rechtsextreme Organisation „Pro Köln“ dokumentieren, hat Bürgeramtsleiter Walter Stocker dagegen entfernen lassen. „Zerschlagt Pro Köln“ und „Pro Köln verpiss dich“ sind nicht mehr zu sehen. „Egal wie ich persönlich dazu stehe, als Hausherr bin ich dazu verpflichtet darauf zu achten, dass in diesem Hause keine demokratisch gewählte Partei verunglimpft wird“, rechtfertigt er sein Handeln. Schon gar nicht in einer Zeit, in der man sich auf den Kommunalwahlkampf zubewege. Außerdem müsse er rechtliche Schritte befürchten, wenn er nicht so handele. Eine Auffassung, die nicht von allen geteilt wird. Der Herr der Stolpersteine, Gunter Demnig, sprach während der Vernissage von „Zensur“. Mit dem Abhängen der Fotografien verletze die Stadt den Grundsatz der Freiheit der Kunst. Auch Dieter Maretzky vom NS-Dokumentationszentrum teilt diese Ansicht: „Die Fotos sind reine Dokumentation des Vorgefundenen. Da gibt es keinen Grund sie abzuhängen.“ Der Kölner Fotokünstler Wim Cox hält das Abhängen der Bilder für „unwürdig“ und meint: „Der Angriff auf die Kunst ist auch ein Angriff auf den Künstler.“
Stocker verwahrt sich gegen den Begriff der Zensur und meint: „Leider bin ich erst drei Tage vor Eröffnung der Ausstellung aus dem Urlaub zurück gekommen. Daher konnte ich erst kurzfristig am Donnerstag mit Frau Richert Kontakt aufnehmen. Ich wünschte mir, sie hätte mehr Verständnis gezeigt und das Ganze nicht weiter zum Thema gemacht.“ Stocker beklagt, dass man der rechtsextremen Partei auf diese Weise sogar noch zu Öffentlichkeit verhelfe. Richert hingegen behält sich rechtliche Schritte gegen den Umgang mit ihren Fotografien vor. Sie hat bereits Kontakt mit ihrem Anwalt aufgenommen.
Die Ausstellung kann noch bis Mittwoch, 6. Mai, montags, mittwochs und freitags von 7.30 bis 13 Uhr und dienstags von 7.15 bis 18 Uhr auf der sechsten Etage des Bezirksrathauses Lindenthal, Aachener Straße 220, besichtigt werden.
"Pro Köln" ist hier aktiv..
22.04.2009 | 19.16 Uhr | Ahab46
jaja.. immer wieder nutzen sie dieses medium.. :(
Und ?
22.04.2009 | 18.35 Uhr | KlausDS
Und wenn es rechte Sprüche gewesen wären ? Hätte das die Künstlerin denn auch so tolerant gesehen ?
DDR light
22.04.2009 | 12.56 Uhr | mehrdad
gesinnungsdiktatur wir kommen.
alles, was nicht die meinung dieser muffigen und stinkenden alt 68er und ihre islamischen herren, die sich über…
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