Von Jan-Philipp Hein, 21.04.09, 22:32h, aktualisiert 21.04.09, 23:50h
Esther Schapira und Georg M. Hafner vom Hessischen Rundfunk haben zwei Filme zum Tod des Jungen gemacht. Die Indizienkette, die sie geknüpft haben, legt nicht nur nahe, dass es keine israelischen, sondern wenn, palästinensische Kugeln gewesen sein müssen, die al Dura töteten. In ihrem jüngsten Film, der Anfang März im Ersten lief, resümieren sie, dass es keinen Beweis gibt, dass al Dura überhaupt starb. Titel: „Der Junge, der Tod und die Wahrheit“.
Tod ohne Beleg
Angegriffen fühlt sich durch die Recherchen der deutschen Journalisten jetzt der Überbringer der Nachricht, Mohammed al Dura sei von israelischen Soldaten erschossen worden. Patrick De Carolis, Präsident von France Télévisons, unter dessen Dach France 2 ist, schrieb dem amtierenden ARD-Vorsitzenden Peter Boudgoust einen wenig freundlichen Brief, in dem er droht, die Kooperation der Senderfamilien aufzukündigen. Außerdem, so die ARD auf Nachfrage, habe er vor weiteren Ausstrahlungen des Films gewarnt.
Inzwischen hat De Carolis eine Antwort vom Intendanten des Hessischen Rundfunk (HR), Helmut Reitze, bekommen. „Wir haben France 2 geschrieben, dass wir keine Veranlassung sehen, den Film zurückzuziehen. Der Film ist nicht gegen den Sender gerichtet“, sagt HR-Fernsehdirektor Manfred Krupp auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Ein weiterer Vorwurf der Franzosen sei gewesen, dass ihr Sender nicht ausreichend gehört worden sei. Dazu sagt Krupp: „Unsere Autoren haben sich um Fairness bemüht. Natürlich ist France 2 angefragt worden.“ Charles Enderlin und die Nachrichtenchefin Arlette Chabot tauchen in dem Stück auf.
France 2 und sein renommierter Nahost-Korrespondent mussten bereits eine Niederlage einstecken. In zweiter Instanz verloren sie im Sommer 2008 gegen den Medienkritiker Philippe Karsenty, der France 2 der Fälschung bezichtigte.
Für Enderlin geht es um seinen Ruf. Bei seiner Verteidigung geht er wenig zimperlich mit dem seiner Kollegin Schapira um. Die nannte er gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ eine „militante Journalistin“, die sich von rechten Kreisen in Israel vereinnahmen lasse. Esther Schapira will dagegen nicht vorgehen: „Wir üben selbst deutliche Kritik und sind umgekehrt auch bereit uns jeder Kritik zu stellen. Und genau das empört mich am Verhalten von France 2 und Herrn Enderlin, dass sie versuchen Kritik an ihrer Arbeit zu unterbinden.“
Pallywood
23.04.2009 | 21.13 Uhr | byzanz
Diese Manipulationen haben bei den Palästinensern Methode. Da sie den Krieg gegen Israel mit Waffen nicht gewinnen können, versuchen sie den Krieg…
araber..
23.04.2009 | 19.28 Uhr | mehrdad
die araber (nicht nur in westbank und gaza) sind gefangen in einem krankhaften totenkult, wo selbst engste familienmitglieder weniger wert sind, als…
Muhammad al-Dura
23.04.2009 | 18.47 Uhr | DietrichvonBern
Sorry, habe das angebliche "Tötungsopfer" versehentlich Muhammad al-Wasir genannt, muss natürlich heissen: Muhammad al-Dura.
Im übrigen zieht der…
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige