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Umbau der Domumgebung

Es werde Licht

Von Andreas Damm, 22.04.09, 20:19h

Stadtplaner wollen die untere Ebene der Domplatte heller und weniger verwinkelt gestalten. Mit einer Millionenhilfe aus Berlin will die Stadtverwaltung die Umgebung der Kathedrale attraktivieren.

Domplatte
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So stellen Stadtplaner sich die neue Domplatte vor. (Bild: Büro Allmann, Sattler Wappner)
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So stellen Stadtplaner sich die neue Domplatte vor. (Bild: Büro Allmann, Sattler Wappner)
Köln - Die Chancen, dass der Dom auf seiner Ostseite eine schönere Umgebung erhält, stehen gut wie nie. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee stellt 150 Millionen Euro zur Attraktivierung der deutschen Welterbestätten bereit, ein Sonderprogramm innerhalb der staatlichen Konjunkturhilfe. Köln bewirbt sich mit den Umbauplänen für die unwirtliche Stadtlandschaft zwischen Dombauhütte, Museum Ludwig und Hauptbahnhof. Das seit Jahren erörterte Vorhaben am Dionysoshof soll rund 21 Millionen Euro kosten. Davon könnte der Bund 14 Millionen Euro übernehmen, hofft Baudezernent Bernd Streitberger.

Der Entwurf stammt von dem Münchner Architekturbüro Allmann, Sattler und Wappner, das sich 2002 in einem Planungswettbewerb durchgesetzt hatte. Im vorigen Jahr hatte die Stadt das Büro mit einer „Machbarkeitsstudie“ beauftragt. Diese Überarbeitung des ursprünglichen Entwurfs bildet die Grundlage des Förderantrages an das Verkehrsministerium. „Wir haben ein bisschen Gas gegeben“, sagt Streitberger.

Der Grundgedanke der neuen Planung: Dunkle Räume und Schmuddelecken sollen verschwinden. Um das zu erreichen, soll ein Teil der Domplatte abgebrochen werden. So gelangt mehr Tageslicht in die untere Ebene. Die Straße Am Domhof wird dadurch aus ihrem Kellerdasein befreit. Die Fußgängerverbindungen vom Museum Ludwig zum Bahnhof werden ebenfalls verbessert. Streitberger spricht von „einer wohltuenden, beruhigenden Klärung der Situation“. Das Baptisterium, eine frühchristliche Taufstätte aus dem 5. Jahrhundert, soll in der helleren Umgebung weitaus besser zur Geltung kommen als bisher. So lässt sich das älteste ökumenische Zeugnis Kölns angemessen in Szene setzen. In die Wand entlang der Straße werden Schaufenster eingelassen, in denen etwa die Domschatzkammer für sich werben könnte.

Trotz der in Aussicht stehenden Finanzhilfe aus Berlin würde die Umgestaltung die Stadtkasse mit sieben Millionen Euro belasten. Streitberger hofft, dass der Rat noch vor den Sommerferien zustimmt. An diesem Donnerstag wird er zunächst den Ausschuss für Stadtentwicklung über den Stand der Planung informieren.



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