Von Andreas Damm, 22.04.09, 20:19h
Der Entwurf stammt von dem Münchner Architekturbüro Allmann, Sattler und Wappner, das sich 2002 in einem Planungswettbewerb durchgesetzt hatte. Im vorigen Jahr hatte die Stadt das Büro mit einer „Machbarkeitsstudie“ beauftragt. Diese Überarbeitung des ursprünglichen Entwurfs bildet die Grundlage des Förderantrages an das Verkehrsministerium. „Wir haben ein bisschen Gas gegeben“, sagt Streitberger.
Der Grundgedanke der neuen Planung: Dunkle Räume und Schmuddelecken sollen verschwinden. Um das zu erreichen, soll ein Teil der Domplatte abgebrochen werden. So gelangt mehr Tageslicht in die untere Ebene. Die Straße Am Domhof wird dadurch aus ihrem Kellerdasein befreit. Die Fußgängerverbindungen vom Museum Ludwig zum Bahnhof werden ebenfalls verbessert. Streitberger spricht von „einer wohltuenden, beruhigenden Klärung der Situation“. Das Baptisterium, eine frühchristliche Taufstätte aus dem 5. Jahrhundert, soll in der helleren Umgebung weitaus besser zur Geltung kommen als bisher. So lässt sich das älteste ökumenische Zeugnis Kölns angemessen in Szene setzen. In die Wand entlang der Straße werden Schaufenster eingelassen, in denen etwa die Domschatzkammer für sich werben könnte.
Trotz der in Aussicht stehenden Finanzhilfe aus Berlin würde die Umgestaltung die Stadtkasse mit sieben Millionen Euro belasten. Streitberger hofft, dass der Rat noch vor den Sommerferien zustimmt. An diesem Donnerstag wird er zunächst den Ausschuss für Stadtentwicklung über den Stand der Planung informieren.
Hurra dem Autokrach
23.04.2009 | 15.41 Uhr | karl_bold
Bisher war die Domplatte frei von Autolärm- und gestank. Warum also ändern??? Es würde schon reichen, wenn der Autotunnel Marmorverkleidung und…
Umbau längst überfällig
23.04.2009 | 15.35 Uhr | Mabuse
Seit Jahrzehnten sieht man dieses besonders ""schöne" Stück
Köln nun schon in diesem verkommenen Zustand. Nun soll "plötzlich" eine Lösung her.…
Keine Bäume!
23.04.2009 | 10.21 Uhr | cluster
Die für das Stadtklima wichtigen Bäume sind offenbar nicht vorgesehen. Mal wieder ein Bauentwurf frei nach dem Kölner Motto: "Es lebe der Beton". Ein…
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