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Kulturfrühstück

Mehr Geld für die Kultur

Erstellt 10.05.09, 19:57h

Guido Westerwelle forderte beim Kölner „Kulturfrühstück“ der FDP-Bundestagsfraktion mehr Geld für die Kultur. Noch hat die Krise Museen und Bühnen nicht erreicht, doch auch hier werden auf Dauer Sponsoren wegfallen.

Guido Westerwelle
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Guido Westerwelle. (Bild: afp)
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Guido Westerwelle. (Bild: afp)
In jeder Krise liegen Chancen. Vielleicht wird Kunst gar insgesamt attraktiver und bezahlbarer? Dass mal ein zu teures Bild von Picasso unverkäuflich bleibt, ist für den Chef des Kölner Kunsthauses Lempertz kein Beinbruch. „Heiße Luft geht raus aus dem Kunstmarkt,“ sagte Henrik Hanstein. So entsteht Raum für Neues, „und vielleicht ist es ja gar keine Krise“, ergänzte Musikmanager Dieter Gorny gestern beim Kulturfrühstück der FDP-Bundestagsfraktion im Kölner Tanzbrunnentheater, sondern „das Ende einer Epoche“.

Doch der Optimismus war spärlich beim Kulturfrühstück der FDP-Bundestagsfraktion, die Zeichen stehen auf Sturm. Die wahre Wucht der Finanzkrise werde Bühnen, Studios und Museen erst 2010 erreichen, erwartet der FDP-Abgeordnete Hans-Joachim Otto, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien. Noch stünden die meisten Sponsoren zu ihren Zusagen, doch sowohl den Marketingetats der Unternehmen als auch den Erträgen der Stiftungen drohten massive Einbrüche: Kulturschaffende aller Disziplinen sollten sich dafür nun dringend „sturmfest“ machen. Der FDP-Parteivorsitzende Guido Westerwelle forderte eine massive Aufstockung öffentlicher Mittel bei gleichzeitiger Förderung des privaten Engagements: „Besser ein optimal ausgestatteter Volkswagen-Hörsaal als eine vergammelnde Johann-Wolfgang-von-Goethe-Aula.“ Zudem prangerte Westerwelle das sinkende Unrechtsbewusstsein gegenüber dem Wert geistigen Eigentums an. Ladendiebstahl dürfe keinesfalls schwerer wiegen als der Klau oder die Manipulation von Musik, Bildern und Texten im Internet. (uws)



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