Von Thomas Iskra, 11.05.09, 18:20h
Diese Demonstration - während der Brandschutzerziehung für Kindergartenkinder in Ruppichteroth - sollte auch Eltern auf die Gefahren von Feuer aufmerksam machen. „Es bringt wenig, wenn nur die Kinder lernen, wie sie sich bei einem Brand richtig verhalten sollen und die Eltern dann aber die Fehler machen“, so Müller.
Viele Eltern hätten nämlich selbst so große Angst vor Feuer, dass sie ihre Kinder verängstigten: Immer wieder versteckten sich darum Kinder bei einem Brand unter dem Bett oder in einem Schrank. 2006 etwa war bei einem Feuer in Eitorf-Bülgenauel ein 14-jähriges geistig behindertes Mädchen ums Leben gekommen, weil sie sich vor Angst in einem Wandschrank gekrochen hatte. Das Kind starb an einer Rauchvergiftung.
Um dieses Problem anzugehen, werden jedes Jahr Kindergartengruppen auf die Ruppichterother Feuerwache eingeladen. Die Kleinen lernen, einen Notruf richtig abzusetzen und was danach passiert. „Es ist schon oft passiert, dass sich Kinder vor den Feuerwehrleuten in der Wohnung versteckt haben, da diese mit den Atemmasken und den Anzügen gefährlich aussehen“, erklärt Claus Müller. Darum werden bei der Brandschutzerziehung auch Ängste abgebaut: Feuerwehrleute in voller Dienstbekleidung stellen sich den Fragen der Kleinen. Die Großen übten im Brandsimulator, Flammen mit unterschiedlichen Feuerlöscherarten zu bekämpfen. Die Wehr erklärte richtiges Verhalten. Das Wichtigste: Ruhe bewahren und den Notruf wählen.
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