Von Anja Katzmarzik und Thorsten Moeck, 15.05.09, 17:26h, aktualisiert 15.05.09, 17:27h
Doch Kuratorin Waltraut Zimmermann ist davon überzeugt, dass Lex nicht außerordentlich trauert. „Die Hengste kümmern sich selten um die Jungtiere.“ Vielmehr interessieren sich - neben Mutter Lavinia - die jungen Stuten aus dem Verbund für das kleinste der Wildpferde, die aus den Wüstensteppen Asiens stammen und in freier Wildbahn bereits ausgestorben waren.
Nun ist das Gehege „hengstfreie Zone“. Der Zuchtstopp kommt Zimmermann gelegen. Przewalskipferde vermehren sich nicht zahlreich, aber andauernd. „Das läuft uns sonst aus dem Ruder.“ Auch Lex und Lysander werden, sobald sie in einem bis anderthalb Jahren geschlechtsreif sind, Köln verlassen müssen.
Erst am Mittwoch ist im Bison-Gehege Nachwuchs zur Welt gekommen. Noch etwas wackelig steht das kleine Bison-Mädchen auf seinen dünnen Beinen, einen Namen hat es noch nicht. Bei der Geburt musste Zoo-Tierarzt Olaf Behlert eingreifen. „Der Bison hatte ein wenig Fruchtwasser verschluckt. Ich musste das Tier auffangen“, sagt er. Wenn das Rind nicht gerade im Schatten der Mutter durch das Gehege läuft, döst es in der Sonne vor sich hin und erholt sich vom Geburts-Stress. Das Junge wiegt etwa 35 Kilogramm und könnte der neue Star im Zoo werden. Denn die Elefanten Marlar und Ming Jung sind inzwischen auch schon aus dem Gröbsten raus und nicht mehr ganz so putzig wie vor zwei Jahren.
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