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GutenMorgenKöln

Der lange Lauf zum Tüten-Kot

Von Chantal Tajdel, 17.05.09, 19:53h, aktualisiert 18.05.09, 09:02h

Selbst Vierbeiner können sich nicht mehr darauf verlassen, dass alles ohne ihr Zutun geregelt wird. Beim 1. Kölner Hundelauf joggten Hündchen um die Wette - und alles für den Kot in Tüten. Guten Morgen, Köln hat die Zeit gestoppt.

Hundelauf
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Geschafft: Der Hund ist im Ziel. (Bild: Grönert)
Hundelauf
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Geschafft: Der Hund ist im Ziel. (Bild: Grönert)
Lindenthal - Am Ende hatte der kleine Balu es ganz eilig. Nach sechs Kilometern zog der Husky-Terrier-Mix Jochen Siegburg aus Kerpen ins Ziel. Dabei hatte sich der neunjährige Hund bei der ersten Runde im Stadtwald noch so richtig Zeit gelassen. Da musste das Herrchen den Vierbeiner kräftig hinter sich her ziehen, damit die beiden einigermaßen in der Zeit blieben.

Die Kölner Grün Stiftung hatte am Sonntagmorgen zum 1. Kölner Hundelauf geladen. Knapp 100 Teilnehmer versammelten sich mit ihren Hunden - vom Dackel bis zum Wolfshund - trotz kräftigen Regens im Stadtwald und liefen mit Fiffi und Co drei, sechs oder neun Kilometer. „Wir sind zufrieden und hoffen, dass der Hundelauf eine feste Einrichtung in Köln wird“, sagte Organisatorin Beatrice Bülter von der Grün Stiftung. Hinter dem Jogging-Ründchen mit dem Vierbeiner steht die Idee der Stiftung, die Parks und Grünanlagen im Stadtgebiet sauberer zu machen. Dafür sollen noch mehr „Dog-Stations“ sorgen. Das ist eine Kombination aus Tütenspender für den Hundekot und Abfalleimer. Mit den Teilnahmegeldern soll eine neue finanziert werden. 13 „Dog-Stations“ stehen bereits in Kölner Grünanlagen und werden laut Grün-Stiftung „sehr gut angenommen“. Zusätzlich hat die Stiftung eine Million Hundekot-Tüten finanziert. Einen zusätzlichen Wunsch haben die Organisatoren aber: In Köln sollten 500 „Dogs-Stations“ aufgestellt werden. Das unterstützt auch Oberbürgermeister Fritz Schramma. Die Sauberkeit der Parks liege ihm sehr am Herzen, sagte er vor dem Startschuss.

Betty Lauterbach und Ivo Sauermann liegt dagegen auch der gepflegte Wettlauf gemeinsam mit Hündin Luna am Herzen. Mit dem Mischling hatten sie einmal bei einem Stadtlauf teilgenommen. „Aber da wurde uns gesagt, dass es nicht erlaubt ist, mit Hund zu laufen.“ Deshalb würden sich die beiden Kölner freuen, wenn es regelmäßig Hundelaufe gäbe. Das würde Jochen Siegburg auch begrüßen. „Ich würde auf jeden Fall noch mal mitmachen“, sagt er, „das ist eine lustige Veranstaltung“. Gemeinsam mit seinen beiden Töchtern und Mischling Balu dreht er sonntags sowieso immer eine Jogging-Runde.



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