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Umfrage

Union und SPD auf Jahreshoch

Erstellt 29.04.09, 12:05h, aktualisiert 29.04.09, 12:06h

Im Land geht es abwärts, für die Regierung geht es aufwärts. Union und SPD erreichen in der aktuellen Forsa-Umfrage ihr Jahreshoch. Dennoch kämen beide Volksparteien auf eher mäßige Ergebnisse, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre.

Merkel und Steinmeier
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Gute Karten: Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier? (Bild: ddp)
Merkel und Steinmeier
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Gute Karten: Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier? (Bild: ddp)
HAMBURG - Union und SPD haben in der wöchentlichen Forsa-Umfrage für das Magazin "Stern" und den Fernsehsender RTL ihre bisherigen Jahresbestwerte erreicht. Die kleinen Parteien verloren dagegen. Für CDU und CSU würden demnach 36 Prozent der Wähler stimmen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre (plus ein Prozentpunkt). Die SPD verbesserte sich auf 25 Prozent (plus 2). FDP (15 Prozent) und Grüne (9 Prozent) büßten jeweils einen Punkt ein. Die Linkspartei erzielte erstmals seit Anfang Mai 2007 mit 9 Prozent ein einstelliges Ergebnis (minus 2). Für "sonstige Parteien" würden 6 Prozent ihre Stimme abgeben (plus 1).

Gemeinsam liegt das "bürgerliche Lager" aus CDU/CSU und FDP mit 51 Prozent damit vor dem "linken Lager" aus SPD, Grünen und Linkspartei (zusammen 43 Prozent). Eine "Ampel-Koalition" aus SPD, FDP und Grünen blieb wie in der Vorwoche unter der 50-Prozent-Marke (gemeinsam 49 Prozent).

Forsa-Chef Manfred Güllner begründet die Zugewinne der Volksparteien mit dem Wahlkampfauftakt der SPD. "Es ist ein Wahlkampfklima entstanden", sagte er. Die SPD habe unentschlossene Wähler zurückgewonnen, "zur Union sind Wähler zurückgekehrt, die bei der FDP zwischengeparkt haben", sagte Güllner stern.de, der Online-Ausgabe des Magazins.

Die Bundesbürger haben der Umfrage zufolge keine Furcht vor sozialen Unruhen in Deutschland. Lediglich 29 Prozent der Befragten teilen die Ängste von DGB-Chef Michael Sommer und SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan, die beide kürzlich vor Unruhen beziehungsweise gar einer "sozialen Explosion" gewarnt hatten. 68 Prozent der Bundesbürger rechnen demnach nicht mit Unruhen als Folge der Wirtschaftskrise. Am stärksten sind die Befürchtungen noch bei den Anhängern der Linkspartei mit 44 Prozent. (dpa)



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