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Suchmaschine

WolframAlpha ist in Betrieb

Erstellt 18.05.09, 12:02h

WolframAlpha ist am Netz. Die neuartige Suchmaschine, die von ihrem Entwickler auch als „Maschine des computerisierten Wissens“ bezeichnet wird, soll zwar kein Gegenentwurf zu Google sein, dennoch reagiert der Marktführer.

WolframAlpha
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Ergebnis der Suchanfrage nach „Köln“.
WolframAlpha
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Ergebnis der Suchanfrage nach „Köln“.
Die neuartige Suchmaschine WolframAlpha ist in den USA ans Netz gegangen. Im Gegensatz zu Google oder Yahoo gibt das neue System bei einer Suchanfrage keine Linkliste aus, sondern produziert direkt Antworten. Der Begriff „Suchmaschine“ sei für WolframAlpha deshalb eigentlich nicht ganz zutreffend, es sei eher eine „Maschine des computerisierten Wissens“, sagte der 49-jährige Entwickler Stephen Wolfram. „Wir versuchen, so viel Weltwissen wie möglich zu sammeln und es mit dem Computer aufzuarbeiten.“

Als Konkurrenten zu Google sehen sich die Macher von WolframAlpha nach eigenen Angaben nicht. „Wir wollten nie ein Google-Killer sein“, sagte der Brite Jon McLoone, einer der Entwickler, dem Nachrichtenmagazin "Focus" nach einem am Sonntag vorab veröffentlichten Bericht. Stärke des Systems seien Fakten, sagte der Mathematiker. Durch Zugriff auf aktuelle und historische Daten von knapp 18.000 Wetterstationen könnten auch Fragen wie etwa nach der Temperatur auf Mallorca sofort beantwortet werden. Qualifizierte Experten sammeln nach seinen Angaben gewissermaßen in Handarbeit Daten, interpretierten sie und machten sie automatisch bearbeitbar. Die Ergebnisse seien in den meisten Fällen überprüfbar, da WolframAlpha immer die Quellen nenne.

Gibt man beispielsweise Köln in die Suchmaschine ein, erhält man nicht etwa Links, sondern ausgewählte Informationen zur Stadt. Die Suchmaschine ordnet Köln eine Interpretationsweise zu und legt sich auf eine geografische Lesart fest. Das heißt: WolframAlpha nennt die Bevölkerungszahl, zeigt eine grobe geografische Lage, die aktuelle Zeit und das Wetter.

Google arbeitet nach Angaben von Branchenkennern in seinen Labors bereits an einem ähnlichen Projekt: In dem Vorhaben unter dem Titel „Google Squared“ will das kalifornische Unternehmen im Netz gesammelte Informationen dem Surfer künftig in Datenblättern und Tabellen übersichtlich aufbereitet präsentieren. WolframAlpha greift auf bereits bestehende Datenbanken zu, die andere im Netz zur Verfügung stellen. Google beherrscht in den USA mehr als zwei Drittel des Marktes für Suchmaschinen, gefolgt von Yahoo (20 Prozent) und Microsoft (zehn Prozent). (afp/tis)



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