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Bürgerfest

Appelsine-Funke tanzten im Mai

Von Norbert Ramme, 25.05.09, 18:04h

Die Nippeser Bürgerwehr organisierte zum elften Mal das Bürgerfest auf der Neusser Straße. 100 000 Besucher kamen zum Viertelsfest und feierten zu kölschen Tönen - fast wie an Karneval.

Bürgerwehr Nippes
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Beim Nippeser Bürgerfest (Bild: Ramme)
Bürgerwehr Nippes
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Beim Nippeser Bürgerfest (Bild: Ramme)
Nippes - Dreimal „Kölle alaaf“ - und das mitten im Mai. In Nippes geht das. Schließlich war es das elfte Straßenfest auf der Neusser Straße, das Bezirksbürgermeister Bernd Schößler mit dem kölschen Schlachtruf offiziell eröffnete. Sichtlich zufrieden war auch Dietmar Broicher, der frischgewählte neue Präsident der Nippeser Bürgerwehr, die das Fest veranstaltete: „Wir machen hier gerne ein bisschen Sommerkarneval. Damit die Entzugserscheinungen zwischen Aschermittwoch und dem Elften im Elften nicht so groß werden.“

Und so wurde auf und vor der Bühne an der Kempener Straße gesungen und geschunkelt und immer wieder im Rhythmus der kölschen Melodien geklatscht. „He is et schön“, war sich das Publikum mit den Bands Krageknöpp und Vajabunde, mit Kläävbotze, Domstürmern, Marita Köllner und Co. einig. Nachdem in manchen Vorjahren entlang der Festmeile der Kommerzgedanke dominiert habe, wollte die Bürgerwehr, so Sprecher Armin Orichel, das Straßenfest wieder stärker auf das Veedel ausrichten. „Der Charakter eines volkstümlichen Familienfestes für Nippeser und Zugereiste muss deutlich erkennbar sein.“ Nach Angaben der Veranstalter kamen rund 100 000 Besucher.

Und ein Volksfest war es auch. Denn außer den Appelsine-Funke mischten noch mehrere Ortsvereine und Einrichtungen aus dem Stadtteil mit. So warben die „Neppers Schefferjunge“ und „Schlenderhahner Lumpe“ mit Orden und Ansteckern für ihre Tanzgruppen. Der KTC Weidenpescher Park improvisierte Tennis-Matches auf der Straße, das Johannes-Hilfswerk informierte über seinen Aktivitäten und der „Förderverein Hospiz St. Vinzenz“ veranstaltete einen Trödelmarkt.

Zwischen Karussells und Kirmesattraktionen, Getränke- und Imbissbuden hatten fliegende Händler ihre Waren auf den Marktständen ausgebreitet. Und auch zahlreiche Einzelhändler und Geschäftsleute entlang der Neusser Straße präsentierte ihr Sortiment. Zumeist mit Fest-Rabatt: 20 Prozent auf alles - das gibt's sonst nur im Baumarkt. Das Angebot am Straßenrand war für kleine und auch für ganz dicke Geldbörsen gedacht und reichte von Socken im Zehnerpack für einen Euro bis zum einem neuen Ford Kuga für 40 620 Euro. Die meisten Waren gab es aber zu einer Art Einheitspreis von zehn Euro: Uhren, Sonnenbrillen, Ledertaschen und sogar Bettwäsche von Bayern München.



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