Von Helmut Frangenberg, 27.05.09, 07:15h, aktualisiert 27.05.09, 12:02h
Mit der Entscheidung des Aufsichtsrats endet auch eine monatelange interne Debatte, die gelegentlich zur Schlammschlacht ausuferte, um die Führungsqualitäten des Vorstandes des Tierparks. In anonymen Briefen hatten offenbar einzelne Mitarbeiter des Zoos Vorwürfe gegen Pagel und Landsberg erhoben. Die Rede war von Mobbing, Klüngelei, schlechtem Management und „krummen Geschäften“. „Der ganze Zoo geht kaputt, alle sind frustriert“, hieß es in einem Schreiben an die Aufsichtsräte, das auch an einige ausgewählte Medien verschickt worden war.
Der Aufsichtsrat beauftragte Gutachter, um den wirtschaftlichen Kritikpunkten nachzugehen. Nach der Vorlage ihrer Ergebnisse sprach er dem Vorstand das Vertrauen aus. Kritik wurde jedoch an der Vergabepraxis von kleineren Aufträgen für Dienstleistungen und Lieferungen geübt, bei der der Zoo die von ihm selbst aufgestellte Grenze für öffentliche Ausschreibungen missachtete. Sie liegt bei 2500 Euro.
Der Zoovorstand selbst hatte bereits im vorigen Jahr eine Organisationsuntersuchung in Auftrag gegeben, um die internen Abläufe zu verbessern. Die Studie spricht „Schwachstellen in der Organisation“ und „Problemen in der internen Kommunikation“. Das führe zu Konflikten, die die Arbeitsabläufe im Zoo „deutlich beeinträchtigen“.
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