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Bonn

Pakt gegen Klimawandel gesucht

Erstellt 01.06.09, 18:50h, aktualisiert 01.06.09, 20:41h

Treibhausgase und Klimawandel: In Bonn diskutieren in einem Verhandlungsmarathon Delegierte aus knapp 190 Ländern über Umweltschutz. Herauskommen soll dabei ein Nachfolgepakt für das auslaufende Kyoto-Protokoll. Mit raschen Lösung rechnet niemand.

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Beim Klimagipfel dürfen Greenpeace-Aktivisten natürlich nicht fehlen. (Bild: dpa)
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Beim Klimagipfel dürfen Greenpeace-Aktivisten natürlich nicht fehlen. (Bild: dpa)
BONN - Begleitet von Demonstrationen haben rund 3000 Delegierte aus knapp 190 Ländern am Montag in Bonn Marathon-Verhandlungen für ein neues globales Klimaschutz-Abkommen begonnen. Bei der UN-Konferenz soll ein Abkommen vorbereitet werden, das dann im Dezember in Kopenhagen als Nachfolgepakt für das 2012 auslaufende Kyoto- Protokoll beschlossen werden kann.

Der Vorkonferenz liegen Verhandlungstexte mit noch vielen strittigen Punkten vor. Unklar sind vor allem das Ausmaß der künftigen Minderung von Treibhausgasen und die Finanzierung von Hilfen für ärmere Länder zur Anpassung an die oft verheerenden Folgen des Klimawandels und zur Einführung klimafreundlicher Technologien.

Mit raschen Lösungen wurde nicht gerechnet. Der Chef des UN- Klimasekretariats, Yvo de Boer, zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass auf dem Klima-Gipfel in Kopenhagen ein tragfähiges Übereinkommen erreicht werden kann: „Der politische Schwung ist vorhanden, um eine Vereinbarung zu erzielen.“

Umweltschützer forderten ernsthafte Verhandlungen. Die Industrieländer müssten jetzt zeigen, wie ernst es ihnen wirklich mit dem Klimaschutz sei, forderte Christoph Bals von Germanwatch: „Deutschland und die Europäische Union müssen deutlich machen, dass sie den Klimaschutz nicht durch die Finanz- und Wirtschaftskrise hinten anstehen lassen.“ (dpa, afp)



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