Von Helmut Frangenberg, 02.06.09, 21:06h
Selbst wenn das Verfahren gegen den Ex-Parteichef Richard Blömer, Ratsherr Lothar Theodor Lemper und andere CDU-Mitglieder wider Erwarten vor der Sommerpause zu Ende ginge, würde es dauern, bis die Urteile rechtskräftig würden. Die Verteidiger wollen Freisprüche, die Staatsanwaltschaft Strafen für alle. Egal, wer unterliegt, er wird Revision einlegen.
„Dieser ganze Prozess bringt mich auf die Palme“, sagt Krämer hinterher. Als er noch mit auf der Anklagebank gesessen hat, ist er manches Mal in Rage geraten - auch Verteidiger, die den Prozess zur Selbstprofilierung oder zur Abrechnung mit innerparteilichen Gegnern nutzen, mussten sich Kritik anhören. Krämer, der nach seiner Operation wieder als Bezirksbürgermeister unterwegs ist, sagt seit Jahren das selbe: Er habe Spenden für seinen Wahlkampf und den von Harry Blum gesammelt, nichts daran sei illegal gewesen. Ihm sei schleierhaft, wie er in den Kreis der Beschuldigten geraten sei, die Blömer bei der Vertuschung von Großspenden geholfen haben sollen. „Mir ist sehr daran gelegen, dass die Wahrheit ans Licht kommt.“
Ob das im Gerichtssaal noch gelingen wird, blieb auch am Dienstag unklar. Beweise sind Mangelware, die Beschuldigungen fußen auf Indizien und „Eindrücken“, die sich daraus ergeben. Das wurde einmal mehr deutlich, als einer der Polizeiermittler im Zeugenstand über die Vernehmung eines Angeklagten, eines einfachen Parteimitglieds aus Blömers Gefolgschaft, Auskunft gab. Als man zur Hausdurchsuchung kam, sei der Angeklagte alles andere als überrascht gewesen. Alles habe vorbereitet gewirkt. Sein „Eindruck“ sei gewesen, dass sich die Beschuldigten „für den Fall der Fälle“ untereinander abgesprochen hätten. So habe sich der Angeklagte an viele Einzelheiten erinnert, aber nicht sagen können, wann und wie er eine Barspende - die einzige, die er nach eigener Aussage je geleistet haben will - an Blömer übergeben hat. Das Fazit des Polizisten: „Für mich war nach der Aussage klar: Hier wird gelogen.“
CDU Köln? Scheintoter Haufen...
03.06.2009 | 17.25 Uhr | muellerm
interessiert doch keinen mehr. Ab auf den Friedhof der Geschichte damit. Wählen tun die sich doch nur noch selbst. Armer scheintoter Haufen...
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