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Türkische Rechtsextreme

„Graue Wölfe“ in Kölner CDU

Von Helmut Frangenberg, 04.06.09, 19:07h

Wirbel bei den Kölner Christdemokraten: Ein Vorstand des Deutsch-Türkischen Forums tritt zurück, weil sich die CDU-Organisation nicht klar von den türkischen Rechtsextremen der „Grauen Wölfen“ distanziert.

Winrich Granitzka
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Ist ebenfalls im Vorstand des Deutsch Türkischen Forums: Winrich Granitzka. (Bild: Stadt Köln)
Winrich Granitzka
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Ist ebenfalls im Vorstand des Deutsch Türkischen Forums: Winrich Granitzka. (Bild: Stadt Köln)
Köln - „Es kann nicht sein, dass wir uns auf der einen Seite gegen »Pro Köln« zusammenschließen und auf der anderen Seite die türkische NPD über die CDU Köln hofieren.“ Mit scharfer Kritik hat das Vorstandsmitglied des Deutsch-Türkischen Forums (DTF) der Kölner CDU, Ali H. Yildiz, seinen Rücktritt erklärt. Er warf der CDU-Organisation Türkei-stämmiger Kölner eine Nähe zu den „Grauen Wölfen“ vor. Eine weitere Zusammenarbeit mit Sympathisanten der türkischen Rechtsextremen sei mit seinem Gewissen nicht zu vereinbaren. Hintergrund des neuen Streits um den Umgang mit türkischen Verbänden ist die Reaktion einiger Vereine auf die Diskussion um das aramäische Kloster Mor Gabriel. Sie haben sich zur „Initiative der türkischen Vereine in NRW“ zusammen geschlossen, um die Kritik am Kurs der türkischen Regierung zu relativieren und zurückzuweisen. Zu der „Initiative“ gehören Organisationen, die Kritiker den Grauen Wölfen zurechnen. Vorsitzender ist ein Politiker der nationalistischen türkischen Partei MHP. Nach Angaben von Ali H.Yildiz ist auch der Pressesprecher der Kölner CDU-Organisation Mitglied des umstrittenen Zusammenschlusses. Yildiz forderte vom DTF-Vorsitzenden Efkan Kara, der für die CDU bei den Stadtratswahlen kandidiert, „die Reißleine zu ziehen“.

Die Sprecherin der „Initiative Mor Gabriel“, die Kölnerin Madlen Vartian von der Armenischen Gemeinde, forderte die deutsche Politik auf, „den Anfängen zu wehren“. „Der Schulterschluss türkischer Vereine mit rechtsextremen Organisationen sollte unsere Integrationspolitiker aufschrecken.“

Die Diskussion um den richtigen Umgang mit Sympathisanten türkischer Nationalisten und Rechtsextremen begleitet das DTF, zu dessen Vorstand auch CDU-Parteichef Jürgen Hollstein und Fraktionschef Winrich Granitzka gehören, seit der Gründung. Befürworter des Kurses von DTF-Chef Efkan Kara plädieren dafür, mit allen gesellschaftlichen Gruppen in Kontakt zu bleiben, um so die Integration voranzutreiben. Innertürkische Konflikte dürften nicht die deutsche Auseinandersetzung bestimmen. Die Gegner dieses Kurses fordern eine klare Distanzierung von umstrittenen Vereinen.



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