Von Norbert Ramme, 08.06.09, 15:07h
Der zweite und dritte Platz (je 500 Euro) gingen bei der Vernissage in der Zweigstelle der „Kölner Bank“ an die Grafikerin Yoko Suzuki-Kämmerer und die Fotografin Sandra Stemmler, der Hauptpreis (1000 Euro) an Kálamán Várady, Der lebt und arbeitet in Kalk und hat einige seiner Installationen und Skulpturen im Laden „Das Konzept“ von Raumausstatter Mark Meyer (Bergisch Gladbacher Straße 987) ausgestellt. „Das passt ganz wunderbar in unser Geschäft“, sagte Meyer. „ Dem Objekt aus einem versilberten Fleischerblock und Kinderstühlen haben wir mit einem Teppich und Vorhängen aus unserer Kollektion noch einen besonderen Rahmen gegeben. Das hat dem Künstler gefallen. “
Auch Hauptorganisator Michael Musto von der IG Köln „VorOrt“ und Hans-Willi Peters von der Kölner Bank waren bei der Vernissage - mit schrägen Gesangseinlagen von Travestiekünstler Else Roe (Jörg Elsche) - hoch zufrieden. „Eine Woche lang können wir der Kunst die Türen öffnen und sie in unseren Alltag hineinholen.“ Mehr als 100 Künstler hatten sich im Vorfeld beworben, 28 zeigen noch bis zum 13. Juni ihre aktuellen Werke in 23 Einzelhandelsgeschäften der „IG Dellbrücker Hauptstraße“. Einige Läden haben Gemälde oder Grafiken, Fotos oder Skulpturen in ihr Angebot integriert, andere haben für die Kunst ganze Schaufenster leergeräumt. So gibt es an der Roen-Apotheke fast schon eine komplette Werkschau der Zeichnerin Beate Müller zu begutachten, während im Fenster nur ganz großformatig zwei von Bärbel Lemke gemalte Kaffeetanten den Passanten zulächeln. Und inmitten allerlei angesagter Klamotten in der Modeboutique von Luise Werneburg haben Henning Schüter und Rudolf Holzenthal ihr Bauchladen-Museum ausgestellt - Kleinkunst im wahrsten Sinne des Wortes.
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