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„Party hard“

Wenn das Silberschwein rotiert

Von Julian Stetter, 09.06.09, 18:34h, aktualisiert 10.06.09, 12:08h

„Party hard“ ist das Motto und definitiv ein Stimmungsgarant. Nicht nur für „Indiellektuelle“ ein echter Elektro-Exzess im Kölner Stadtgarten - und das mittlerweile schon im fünften Jahr. Daran ändert auch die neue Location nichts.

„Party hard“-Silberschwein
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Steht für das radikal-frontale Diktat zum energischen Feiern: das „Party hard“-Silberschwein im Stadtgarten. (Bild: Privat)
„Party hard“-Silberschwein
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Steht für das radikal-frontale Diktat zum energischen Feiern: das „Party hard“-Silberschwein im Stadtgarten. (Bild: Privat)
Köln - Diskokugel war gestern: 2009 ist Silberschwein. Und das mittlerweile schon im fünften Jahr. Seitdem dreht sich der glitzernde Partygötze im monatlichen Rhythmus über tanzwütigem Publikum.

Die Initiatoren und ausführenden DJs Irwin Leschet und „Und Ich“ sind stetige Garanten für Dancefloor-Bombardements. Daran ändert die Umsiedlung von der Ehrenfelder Werkstatt in den Stadtgarten genau so wenig wie die erhöhten Eintrittspreise. Das musikalische Motto der Veranstaltung war, ist und bleibt mit Sicherheit „Party hard“ - mit Indietronic, Acid-Pop und Rave. Dabei lassen sich die DJs, diesmal unterstützt von Gast-DJ Pierce, mit erhobenen Händen feiern. Die Silberschwein-Party ist ein Stimmungsgarant, der mittlerweile die Runde gemacht hat und nicht mehr einzig und allein der „indiellektuellen“ Szene vorbehalten ist. Daraus machen sich die beiden ständigen DJs auch gerne mal einen Spaß und provozieren mit dem kurzen Anspielen eines Rage-Against-The-Machine-Klassikers zur Elektroparty-unaffinen Mitsing-Idiotie, modeln ihn anschließend aber zum gewohnten, technoiden Sound um. Verständnis für die grölenden Gitarrenfanatiker kann man aber doch aufbringen, schließlich gibt es an diesem Freitag keinen Indie-Floor mit weniger elektronischen Klängen. Der ist normalerweise fester Bestandteil des Events und findet in den Katakomben des Stadtgartens - dem Studio 672 - statt, das in der Nacht aber leider schon durch eine andere Feier belegt ist. So mischt sich das Publikum noch bunter und feiert gemeinsam den Elektro-Exzess. Wem das zu monoton klingt, kann sich in einer kleinen Nische im Foyer von den Soul- und Hip-Hop-Sounds von DJ Souleil bespielen lassen, dessen Zuhörer sich in der Regel aber an den Händen abzählen lassen. Ist auch nachvollziehbar, denn wer smooth das Tanzbein schwingen will, hat mit dieser Veranstaltung nicht unbedingt das Seine gefunden. „Silberschwein“ steht vielmehr für das radikal-frontale Diktat zum energischen Feiern, dessen schweinisch-glitzernder Diskokugel-Souverän dabei gelassen mit fünf Umdrehungen pro Minute an der Decke rotiert.

Die nächste Silberschwein-Party findet am Freitag, 12. Juni, im Stadtgarten, Venloer Straße, statt.



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