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Wettbewerb für Nichtraucher

Längst nicht alle halten durch

Von Stefan Andres, 10.06.09, 19:04h

Schulklassen aus Leverkusen sind beim Nichtraucherwettbewerb „Be smart - don't start“ prämiert worden. Nur die Hälfte der Teilnehmer schaffte es, ein halbes Jahr abstinent zu bleiben.

Marienschule Opladen
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Freude bei den erfolgreichen Teilnehmern: Sie wurden in der Marienschule Opladen prämiert. BILD: RALF KRIEGER
Marienschule Opladen
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Freude bei den erfolgreichen Teilnehmern: Sie wurden in der Marienschule Opladen prämiert. BILD: RALF KRIEGER
Leverkusen - Nervöse Anspannung am Mittwoch in der Aula der Marienschule in Opladen: Schüler aus 41 Klassen Leverkusener Schulen warten bei der Abschlussveranstaltung von „Be smart - don't start“ auf die Bekanntgabe der Gewinner. Zur Zigarette greifen muss aber niemand, schließlich handelt es sich um einen Nichtraucherwettbewerb: Schüler der Klassen fünf bis neun waren aufgefordert, dem Glimmstängel für ein halbes Jahr zu entsagen.

Initiator ist das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT), die bundesweite Durchführung besorgt die AOK. Klaus-Gunther Häuseler, AOK-Regionaldirektor in Leverkusen, lobte bei der Feier vorab die Teilnehmer: „Ihr habt durchgehalten, das ist eine tolle Leistung!“ Insgesamt 95 Klassen mit 2700 Schülern hatten teilgenommen, das ist im siebten Jahr der Veranstaltung Rekord für Leverkusen. Allerdings: Nur knapp über 50 Prozent aller Klassen schafften es, das halbe Jahr abstinent zu bleiben. In früheren Jahren waren es stets 70 bis 80 Prozent: „Das ist ein Wermutstropfen“, räumte Häuseler ein. Oberbürgermeister Ernst Küchler immerhin ist als Schirmherr vorbildlich: Er verzichtet seit fünf Jahren aufs Rauchen.

16 Preise, Schecks über 250 Euro oder Klettertrainings stellten die Sponsoren - Sparkasse und Energieversorgung Leverkusen, Kletterhalle A-Werk und der Lions-Club Leverkusen-Rhenania - zur Verfügung. Beim von der Suchthilfe Leverkusen ausgeschriebenen Kreativwettbewerb gewann die 7b der Marienschule mit einer Fotostory und einem Hörspiel. Den attraktivsten Preis aber nahmen Alexander Seiffert und Marie Waldhauer für die 7c des Lise-Meitner-Gymnasiums entgegen: Für die dritte erfolgreiche Teilnahme in Folge bekam die Klasse von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung einen Scheck über 500 Euro.

„In diesem Alter fängt Rauchen an, ein Thema zu werden“ begrüßte Nadja Robertson von der Suchthilfe den Wettbewerb, Kollege Michael Schätzle ergänzte: „Jugendliche erleben die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens noch nicht“, Aufklärung sei daher wichtig. Wiebke Heyer, Klassenlehrerin der 6a Lise-Meitner-Schule, findet den Wettbewerb auch für die jüngeren Schüler sinnvoll: „Die Aktion hilft, ihr Bewusstsein dafür zu schulen.“ Ihre Schüler Tharchis Soosainathan und Sven Günther jedenfalls sind sich einig: „Rauchen ist eklig!“



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