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GutenMorgenKöln

Singen für die Stars

Von Inga Beißwänger, 15.06.09, 09:10h, aktualisiert 17.06.09, 11:25h

Die Live Music Hall gehörte einmal ausnahmsweise nicht den großen Musikern, sondern den Fans. Sie waren zu Aufnahmen der Band "30 Seconds to Mars" eingeladen. Singend, stampfend und klatschend werden sie nun auf dem kommenden Album vertreten sein.

30 Seconds to Mars Köln
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Leto, Sänger der Band "30 Seconds to Mars", gab von der Großleinwand den Ton an, die Fans sangen nach. (Bild: Beißwänger)
30 Seconds to Mars Köln
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Leto, Sänger der Band "30 Seconds to Mars", gab von der Großleinwand den Ton an, die Fans sangen nach. (Bild: Beißwänger)
Ehrenfeld - „Und nun mal alle hüpfen und stampfen!“, hallt es durch die Live Music Hall. Brav machen die vielen jungen Damen und wenigen Herren, was ihnen der Radio-Moderator Jan-Christian Zeller vorsagt. Die rund 150 Fans recken aufgeregt ihre Köpfe gen Bühne, vor der der Platinblondschopf leicht hyperaktiv agiert. Dort ist auf einer Leinwand übergroß ihr Lieblingsstar zu sehen: Jared Leto, Sänger der Band "30 Seconds to Mars" – und ja, auch bekannt als Schauspieler, auch wenn die Fans nicht müde werden zu beteuern, dass sie in erster Linie die Musik und nicht den Mann mögen. Die US-amerikanische Gruppe hat sich für ihre Anhänger etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Sie dürfen sich rühmen, bei Album-Aufnahmen live dabei gewesen zu sein. Und welcher Fan träumt nicht davon, auf einer Tonaufnahme für die Ewigkeit konserviert zu sein?

Beim so genannten Global Summit, der noch in sieben anderen Städten rund um die Welt über die Bühne geht, wird dieser Traum nun Wirklichkeit. Nach dem Springen und Stampfen stehen rhythmisches Klatschen, flüstern und „yeah“-Rufen auf dem Plan, bevor es zur letzten Disziplin übergeht: Dem Singen. Jared Leto macht vor, wie es sich anhören soll, und die Fans machen es ihm einige Male nach, bevor ein Toningenieur auf den Aufnahme-Knopf drückt. Nebenher laufen die Textzeilen, die intoniert werden sollen. „Wenn es etwas schwieriger wurde, habe ich lieber ausgesetzt“, gibt Ulrike Herbst am Ende zu.

Bereits einige Stunden zuvor hatten sich die besonders Hartgesottenen unter den Fans im Mediapark getroffen, um auf das neue Album aufmerksam zu machen. Sie sind aus allen Ecken Deutschlands sowie Holland und Belgien angereist. Viele kennen sich schon persönlich oder über diverse Internet-Foren, es herrscht eine freundschaftliche und vertraute Atmosphäre. Stilecht in den offiziellen Bandfarben Rot, Weiß und Schwarz gekleidet, ließen sie nach dem Motto „Mars is coming“ 900 rote und weiße Luftballons in den strahlend blauen Kölner Himmel steigen. An jedem Luftballon hing eine kleine Karte mit der Bitte, der Finder möge per Mail an den Fanclub melden, wo dem Ballon die Luft ausgegangen ist.



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