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Kita-Konflikt

Verhandlungen erneut vertagt

Erstellt 16.06.09, 17:53h

Die Tarifverhandlungen für Erzieher ziehen sich weiter hin. Am Dienstag wurden die Gespräche zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern ohne Ergebnis vertagt. Am Mittwochabend soll es die nächste Verhandlungsrunde geben.

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FULDA / BERLIN - Bei den Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 220.000 Erzieher und Sozialarbeiter im kommunalen Dienst ist weiter keine Einigung in Sicht. Beide Seiten seien weit voneinander entfernt, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft ver.di am Dienstag über die Gespräche in Fulda, die am Nachmittag vertagt wurden.

"Wir haben in Fulda zum ersten Mal ernsthafte, an Sachfragen orientierte Gespräche geführt. Es hat aber kaum Annäherung gegeben", sagte die Verhandlungsführerin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Ilse Schaad. Die Verhandlungen hatten am Montagabend in Fulda begonnen. Am Mittwoch (18.00 Uhr) sollen die Gespräche in Berlin weitergehen. Mit einer Einigung sei dann allerdings noch nicht zu rechnen, sagte die ver.di-Sprecherin. Die Gespräche könnten auch am Donnerstag und Freitag andauern.

Auch die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) bezeichnete die Verhandlungen mit ver.di und GEW als schwierig. "Wir loten derzeit in den Gesprächen einen möglichen Einigungskorridor aus", sagte VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann. "Inhaltlich drehen sich die Verhandlungen ausschließlich um die Frage der Eingruppierung, also dem Gehalt der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. Der Gesundheitsschutz spielte zunächst keine Rolle", berichtete er.

Unterdessen wurden die seit Wochen anhaltenden Streiks in Kitas und anderen sozialen Einrichtungen von Städten und Gemeinden fortgesetzt. Insgesamt beteiligten sich ver.di zufolge am Dienstag rund 15 000 Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen. Schwerpunkte seien Nordrhein-Westfalen und Hessen gewesen, Streiks habe es auch in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen gegeben. Am Mittwoch seien Ausstände in Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen geplant.

Die Arbeitgeber kritisierten die Streiks scharf. "Dass die Gewerkschaften laufende Verhandlungen mit Streiks begleiten und gleichzeitig vorgeben, an schnellen Lösungen interessiert zu sein, passt nicht zusammen", sagte Hoffmann.



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