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Kölner Zoo

Mit Teddy im Arm zum Rekord

Von Anja Katzmarzik, 18.06.09, 19:06h

Der Zoo plant das größte Bären-Picknick aller Zeiten. Wer mitmacht, erhält vergünstigten Eintritt und eine Überraschungstüte. Der Weltrekordversuch, der zeitlgleich in anderen europäischen Zoos stattfindet, hat einen ernsten Hintergrund.

Rekordversuch im Zoo
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Zoo-Chef Theo Pagel mit einem 40 Jahre alten Teddy namens „Dickerchen“ und die Erstklässler aus Wahnheide. (Bild: Hennes)
Rekordversuch im Zoo
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Zoo-Chef Theo Pagel mit einem 40 Jahre alten Teddy namens „Dickerchen“ und die Erstklässler aus Wahnheide. (Bild: Hennes)
Riehl - Da machten „Bauer“ und „Jungfrau“ große Augen. Die Grizzlybären-Damen mit den jecken Beinamen (sie waren gemeinsam mit einem dritten Artgenossen 1985 ein Geschenk des damals amtierenden Dreigestirns) bekamen am Donnerstag Besuch von 25 Kindern der Heideschule Porz-Wahnheide - und die hatten lauter Bären im Arm. Aus Plüsch allerdings.

Am Sonntag, 21. Juni, soll im Zoo ein Guinness-Rekord aufgestellt werden. Ziel ist es, das größte Teddybären-Picknick Europas zu veranstalten. Dazu werden alle mitgebrachten Teddys am Eingang unter Aufsicht eines Polizisten sowie eines Zollbeamten offiziell gezählt und registriert.

Alle Kinder bis 14 Jahren, die an dem Tag mit ihrem Teddy in den Zoo kommen - maximal sind pro Person 20 Kuscheltiere anzurechnen - erhalten vergünstigten Eintritt. Zudem bekommen sie eine Überraschungs-Picknicktüte ausgehändigt. Das Picknick beginnt um 12 Uhr, ein „Bärendoktor“ kümmert sich um „verletzte“ Teddys. Es gibt eine Raubtier-Rallye sowie zusätzliche Führungen und kommentierte Fütterungen.

Mit dem Rekordversuch, der zeitgleich in anderen europäischen Zoos stattfinden, will die „European Association of Zoos and Aquaria“ (EAZA) - der Dachverband der nationalen Verbände wissenschaftlich geleiteter Zoos in Europa und dem Nahen Osten - auf die Situation Fleisch fressender Tiere in Europa aufmerksam machen. So gilt der wilde Bär als ausgerottet. Einzelnen Wiederkehrern und Grenzüberqueren wie im „Fall Bruno“ begegnet man mit Skepsis - oder dem Gewehr.

Der Kölner Bären-„Prinz“ namens Karl-Josef - nach Karl-Josef Kappes - lebt übrigens auch nicht mehr. Der ehemals Dritte im Bunde neben „Bauer“ und „Jungfrau“ musste 1988 erschossen werden, weil er ausgebrochen war. Gut, dass so harten Sitten im Karneval außerhalb des Zoos nicht gebräuchlich sind und Plüschtiere selten derartige Probleme machen. So steht dem Kölner Weltrekord am Sonntag nichts mehr im Wege.



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