Von Bert Gerhards, 23.06.09, 17:29h
Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) stellte bei der Eröffnung heraus, dass mit dem DZNE eine völlig neue Struktur geschaffen werde. Die Wissenschaftler am Hauptsitz in Bonn arbeiten bundesweit mit sechs weiteren Instituten an Kliniken, Universitäten und Forschungseinrichtungen in Rostock / Greifswald, Magdeburg, Göttingen, Witten-Herdecke, Tübingen und München zusammen. Es geht um neue Möglichkeiten der Früherkennung, Vorbeugung und Diagnostik sowie wirksamer Therapien und optimaler Pflege der Patienten. Unterstützt wird das DZNE in der Region Köln-Bonn von leistungsstarken wissenschaftlichen Partnern: der Universität Bonn, insbesondere deren Klinikum, dem Forschungszentrum Caesar, dem neu gegründeten Max-Planck-Institut für die Biologie des Alterns in Köln, dem DFG-geförderten Exzellenzcluster Alternsforschung an der Universität zu Köln sowie dem Forschungszentrum Jülich mit seinen Möglichkeiten der Bildgebung des menschlichen Körpers.
Gründungsdirektor ist Professor Pierluigi Nicotera, der zuletzt die Toxikologie an der Universität Leicester in England leitete und dabei die Schädigung von Nervenzellen untersuchte. Er hat bereits im März seine Arbeit in Bonn mit dem Ziel aufgenommen, das DZNE zu einer weltweit anerkannten Einrichtung machen. Nirgendwo anders werde so planvoll und gezielt Demenzforschung betrieben, so Nicotera. Durch die Einbindung der Partnerinstitute sollen die vielfältigen verteilten Kompetenzen in Deutschland gebündelt werden. Zudem sollen wichtige Resultate aus der Grundlagenforschung rasch auf ihre klinische Anwendung hin überprüft werden.
Das DZNE, Mitglied in der Helmholtz-Gesellschaft, ist vorübergehend in der Forschungseinrichtung Caesar an der Ludwig-Erhard-Allee an der Rheinaue untergebracht. Das eigentliche Zentrum der Großforschungseinrichtung entsteht ab Anfang 2010 auf dem Bonner Venusberg. Auf dem Gelände des Bonner Universitätsklinikums werden bis 2012 drei Neubauten mit einer Grundfläche von 15 000 Quadratmetern geschaffen. (mit kna, dpa)
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige