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Ratsinitiative

Mehr günstige Wohnungen für Köln

Von Andreas Damm, 24.06.09, 20:35h, aktualisiert 24.06.09, 20:36h

Die SPD fordert in einem Ratsantrag, jährlich 2.000 neue Sozialwohnungen in Köln zu bauen. In den letzten Jahren seien es nur jeweils rund 650 gewesen. 40 Prozent aller Kölner haben Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein, mit dem in solchen Wohnungen einziehen kann.

Sanierung Flemingstraße
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Ein Hochhaus der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft GAG an der Boltensternstraße. (Archivbild: Risse)
Sanierung Flemingstraße
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Ein Hochhaus der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft GAG an der Boltensternstraße. (Archivbild: Risse)
Köln - Die SPD-Fraktion will die letzte Ratssitzung vor der Kommunalwahl am 30. August noch einmal dazu nutzen, über die städtische Wohnungspolitik zu diskutieren. In einem Antrag, über den der Rat am kommenden Dienstag abstimmen soll, fordert die SPD mehr preiswerte geförderte Wohnungen. Ebenso gelte es, Sozialwohnungen über das Stadtgebiet verteilt zu bauen - und nicht nur in wenigen Stadtteilen.

Der Deutsche Mieterbund unterstützt die Forderungen. „Jeder siebte Haushalt kann sein Wohnen nicht ohne staatliche Hilfe bezahlen“, sagte der Präsident des Mieterbundes, Franz-Georg Rips, am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der SPD. Laut Zahlen der Stadtverwaltung hätten vier von zehn Kölnern Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein. Um den Bedarf nach erschwinglichen Wohnungen decken zu können, müssten in Köln jährlich 2000 neue Sozialwohnungen entstehen. In den zurückliegenden Jahren seien allerdings nicht mehr als jeweils 650 öffentlich geförderte Wohnungen errichtet worden. 2001 habe es 63 500 Sozialwohnungen gegeben, 2008 nur noch 45 000.

„Der soziale Wohnungsbau ist wichtig für die Balance in unserer Stadt“, sagte der rot-grüne Oberbürgermeisterkandidat Jürgen Roters. CDU und FDP hätten allzu stark auf den Bau von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen gesetzt. Die Stadt müsse das Angebot an Mietwohnungen in akzeptablen Wohnlagen mit guter Infrastruktur erweitern. Das gelte für städtische Grundstücke ebenso wie für private. Auf kommunalem Bauland soll der Anteil der geförderten Wohnungen von 25 auf 30 Prozent steigen. Für private Immobilienbesitzer soll die Stadt finanzielle Anreize schaffen. Die Verwaltung soll sich zudem stärker darum bemühen, das Image des sozialen Wohnungsbaus zu verbessern. Etwa in dem sie auf die altersgerechte Gestaltung und die Energie schonende Ausstattung vieler Wohnungen hinweist.



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