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Wahlfreiheit: Schulform

Nippeser Initiative für Gesamtschule

Von Helmut Frangenberg, 25.06.09, 17:45h

Nicht jeder Stadtteil hat eine Gesamtschule, Beispiel Nippes: Die Grundschüler von hier haben keine Chance an einer weiter entfernten Gesamtschule angenommen zu werden. Nippeser Eltern fordern deshalb „Wahlfreiheit für alle Schulformen“.

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Nippes Eltern fordern "Wahlfreiheit für alle Schulformen". (Bild: dpa)
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Nippes Eltern fordern "Wahlfreiheit für alle Schulformen". (Bild: dpa)
Nippes - Um der Forderung nach einer weiteren Gesamtschule für Köln mehr Nachdruck zu verleihen, hat sich im Stadtbezirk Nippes eine Initiative von Eltern mit Kindern im Grundschulalter gegründet. Sie fordert „Wahlfreiheit für alle Schulformen“. Im Stadtbezirk und den umliegenden Stadtteilen wie der nördlichen Altstadt sei die Wahlfreiheit für Eltern deutlich eingeschränkt. „Sie haben das Pech, im falschen Stadtteil zu wohnen“, sagt Peter Heim, Sprecher der Initiative, die sich „Ge.Ni.Al“ („Gesamtschule für Nippes für alle“) nennt. Weil der Andrang auf die vorhandenen Gesamtschulen so groß ist, werden Familien abgelehnt, die weiter entfernt wohnen. Somit sind vor allem diejenigen betroffen, in deren Umkreis sich keine Gesamtschule befindet.

Probleme werden größer

Die Probleme im Stadtbezirk Nippes würden immer größer, weil immer mehr junge Familien in neue Siedlungen ziehen würden. „Die Anzahl von Kindern ist wesentlich höher als bei den Schulplanungen bisher angenommen“, so Heim, der selbst Lehrer an der Gesamtschule in Holweide ist. Der allein erziehende Vater muss befürchten, dass er für seine Tochter keinen Platz an einer Gesamtschule bekommen kann, weil er ziemlich genau zwischen den Schulstandorten Bocklemünd und Holweide wohnt. Anderen Eltern in der Initiative geht es ähnlich. Hinzu komme, dass die Schulzeitverkürzung am Gymnasium und die strengere Auslese an den Grundschulen das Interesse an der Schulform der Gesamtschule steigen lasse, so die Eltern. Sie fordern ein möglichst langes gemeinsames Lernen ihrer Kinder in einer Schule für alle, die auch behinderte Kinder integriert, auf Selektion verzichtet und die Schüler individuell fördert.

Um sich in die Diskussion über das zukünftige Schulangebot der Stadt einzumischen, soll ein Runder Tisch Perspektiven und Möglichkeiten für den Stadtbezirk erörtern. Dazu lädt die Initiative am Dienstag, 30. Juni, 19.30 Uhr interessierte Eltern und Fachleute zu einer Veranstaltung ins Bürgerzentrum Altenberger Hof, Mauenheimer Straße 92 ein. Dort wird auch eine Vertreterin der Bonner Gesamtschulinitiative berichten, die erfolgreich eine neue Schule erstritten hat.



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