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Radverkehr-Mängel-Tour

Riskante Touren auf zwei Rädern

Von Kathy Stolzenbach, 25.06.09, 19:13h, aktualisiert 25.06.09, 19:42h

Die Radverkehr-Mängel-Tour sucht gefährliche Stellen für Radfahrer. Dieses Mal ging es mit dem Rad durch die Kölner Innenstadt: Mängel wurden vor allem rund um den Ebertplatz entdeckt.

Ebertplatz
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Auf dem Ebertplatz treffen Radfahrer auf Fußgänger und Busse. (Bild: Rakoczy)
Ebertplatz
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Auf dem Ebertplatz treffen Radfahrer auf Fußgänger und Busse. (Bild: Rakoczy)
Innenstadt - Für Radler gefährliche Stellen im Stadtgebiet aufzuspüren und möglichst rasch zu entschärfen ist Ziel der Radverkehr-Mängel-Tour. Zum fünften Mal lud jetzt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zur Tour und erstellte mit Experten der Initiative „Velo 2010“ eine Liste riskanter Orte. Dieses Mal wurden Ziele in der Innenstadt angefahren - per Rad, natürlich. Mit dabei waren Bürgermeisterin und Initiatorin Elfi Scho-Antwerpes, Jürgen Möllers, Fahrradbeauftragter der Stadt, Klaus Harzendorf, Leiter des städtischen Amtes für Verkehrstechnik, ADFC-Geschäftsführerin Anke Prinz sowie als Vertreter der Polizei Hartmut Werth und Stephanie Schleifer. Vor Ort erkundeten sie, was aus bisherigen Vorschlägen geworden ist und welche Missstände es noch zu beheben gilt.

Eigelstein: Der Eigelstein gehört zu den Straßen in Köln, in denen mehr Radfahrer als Autofahrer unterwegs sind. Die Einbahnstraße wurde für Radfahrer in beide Richtungen geöffnet und verbreitert. Außerdem wurden knapp 50 Fahrradabstellmöglichkeiten geschaffen.

Fußgängerzone Eigelsteintorburg : Die Beschilderung fehlt, dass Radfahrer durch die Fußgängerzone fahren dürfen. Außerdem ist die Ampel, die zum Ebertplatz führt, bisher eine reine Fußgängerampel, so dass Radfahrer streng genommen ihr Rad schieben müssten.

Überquerung vom Eigelstein über den Ebertplatz zum Agnesviertel : Bisher ein reiner Fußgängerweg, allerdings breit genug, um auch von Radfahrern genutzt zu werden. Diese müssten sonst einen Bogen um den Ebertplatz fahren. Außerdem ist der Übergang zur Neusser Straße nicht sicher geregelt: Gefährliche Situationen entstehen, wenn Radfahrer versuchen, sich auf den Theodor-Heuss-Ring einzufädeln. Erschwert wird die Fahrt zusätzlich durch die Busspur neben dem Fußgängerweg. So bleibt kaum Platz für Radfahrer, die an der Fußgängerampel warten.

Eingangsbereich vom Ebertplatz auf die Neusser Straße : Fehlende Einfärbung für Radfahrer, die häufig aufgrund der sehr engen Straße von Lkw abgedrängt werden. Im weiteren Verlauf der Neusser Straße gibt es in Höhe der Agneskirche einen kurzen Fahrradweg, der dann wieder endet. Lösung: Markierungen an Einmündungen mit Fahrradpiktogrammen und Schildern, die zu mehr Rücksichtnahme auffordern.

Innere Kanalstraße / Ecke Neusser Straße : Aus Nippes kommend mussten Radler bisher den Fußgängerüberweg nutzen, um in Richtung Agnesviertel zu fahren. Viele beschwerten sich über eine unklare Führung. Nun zeigt eine Rot-Pigmentierung auf der Straße an, dass Radfahrer auf der Straße weiter geradeaus fahren - wie der Autoverkehr. So bleiben sie im Sichtfeld der Autofahrer. Der ADFC bemängelt, dass die Pigmentierung nicht weiter geführt wird.

Maybachstraße / Ecke Krefelder Straße : Auf dem Radweg aus Nippes kommend müssen Radfahrer an der Ampel halten - auch wenn sie, dem Radweg folgend, rechts abbiegen. Bei einer Schwerpunktkontrolle der Polizei hielten sich die wenigsten daran und mussten prompt zahlen. Mögliche Abhilfe: ein „Grüner Pfeil“.



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