Auf dem Nebenplatz der Belkaw-Arena fand ein internationales Sport- und Spielfest statt. Der Spaßfaktor wurde bei der Veranstaltung ganz groß geschrieben. (Bild: dino)
Auf dem Nebenplatz der Belkaw-Arena fand ein internationales Sport- und Spielfest statt. Der Spaßfaktor wurde bei der Veranstaltung ganz groß geschrieben. (Bild: dino)
Bergisch Gladbach -
Integration konnten die Besucher des „Internationalen Familien-, Sport- und Spielfestes“ live erleben. Auf dem Nebenplatz der Belkaw-Arena an der Paffrather Straße organisierte ein internationales Team einen Spieleparcours und Auftritte von Tanzgruppen. Es ging darum, das interkulturelle Zusammenleben in Bergisch Gladbach zu fördern. Am „Runden Tisch“ der Internationalen Begegnungsstätte der Caritas Rhein-Berg entstand die Idee. In den Räumen der Begegnungsstätte treffen sich die Vereine regelmäßig. Ziel des Festes war es, bei Sport und Spiel die verschiedenen Nationen näher zusammenzubringen. „Wir haben auch Bewohner von Flüchtlingswohnheimen zu unserem Fest eingeladen“, erzählte Raphaela Hänsch, Leiterin des „Fachdienst für Integration und Migration“ der Caritas Rhein-Berg. Das Kennenlernen anderer Nationen wurde beim Spielparcours belohnt. „Es gibt Bonuspunkte für die kulturelle Mischung und die Altersmischung der Gruppen“, so Hänsch. Je mehr Sprachen in der Gruppe aufeinander trafen, desto besser. Wenn Opa und Enkel in einer Gruppe auf die aufblasbare Torwand in Fußballoptik schossen, gab es nochmal zusätzliche Punkte. Zwischen den Spielen traten Tanzgruppen auf, und auch Bürgermeister Klaus Orth schaute vorbei. Radenka Miklecic, Vorsitzende des jugoslawischen Vereins „Zavicaj“, ist eine Zusammenarbeit der kulturellen Organisationen besonders wichtig. „Wir sind alle im Haus der Caritas, aber nicht alle Vereine kennen sich deshalb auch“, so Radenka Miklecic. Etwa 30 Mitglieder zählt der jugoslawische Verein, der für das „Internationale Familien Sport- und Spielfest“ das Schubkarrenrennen und einen Stand mit Kaffee und Kuchen vorbereitete. Auch die Folkloretanzgruppe des Vereins, die immer montags in der Internationalen Begegnungsstätte trainiert, trat bei dem Fest auf. „Wir möchten die Integration in der Schule erweitern. Die Interessen der verschiedenen Nationen sind gar nicht so unterschiedlich“, sagte Joannis Boukoutsos, Vorsitzender des Griechischen Elternvereins „Aristoteles“. Der Verein, der vor 25 Jahren gegründet wurde, kümmert sich aber auch um den Erhalt der Tradition. Beim Mutterspracheunterricht, der Folkloretanzgruppe und in einer Theater AG soll das kulturelle Leben gefördert werden. Die Fußballer des NK Croatia 2000 organisierten für die Kinder einen Wasserlauf. Auch um Aufbau, Getränke und Grill kümmerten sie sich. „Ich habe 300 Würstchen mitgebracht“, sagte Raphaela Hänsch. Das reichte.