Von Werner Röder, 29.06.09, 18:47h
Demnach ist der Energieausweis lediglich eine kostspielige Idee - wenn die Sache nicht so ernst wäre. Denn die größten Potenziale, Energie einzusparen und damit das Klima zu schützen, liegen im Bestand. Bestehende Gebäude wie zum Beispiel Schulen verbrauchen drei Mal so viel Energie wie Neubauten. Und jetzt wird die Verwaltung per Gesetz verpflichtet, ihren Bürgern transparent zu machen, in welchem Zustand ihren Liegenschaften sind. Da wir davon ausgehen, dass die Stadt ihre Gebäude intensiv untersucht hat, wird sie feststellen, wo Einsparpotenziale liegen. Dazu muss sie nicht mal investieren. Dazu reicht erst einmal die Sensibilisierung der Mitarbeiter - übrigens die praktikabelste Lösung zur Verbesserung der Energieeffizienz. 500.000 Euro will der Fachbereich Gebäudewirtschaft 2009 an Energiekosten einsparen. Und glaubt man der engagierten Abteilungsleiterin Maria Kümmel, ist man auf dem besten Weg dorthin.
Und weil die Sache mit dem Klima- und Umweltschutz so ernst ist, könnte der Energieausweis - an prominenter Stelle angebracht - auch eine plakative Wirkung auf den Besucher erzielen. Ob der sich dann zu einem bewussteren Umgang mit dem kostbaren Gut animieren lässt, bleibt fraglich.
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