Schriftgröße

Oberbürgermeister-Wahl

Kandidaten reden über schönes Köln

Von Christian Hümmeler, 30.06.09, 19:28h

Bei einer Diskussionsrunde im „Haus der Architektur“ gehen die Meinungen über Köln auseinander. Jürgen Roters (SPD) findet, die Stadt liesse sich nur schwer mit anderen Metropolen vergleichen. Peter Kurth (CDU) wünscht sich vor allem, dass „mehr los ist“.

Peter Kurth
Bild vergrößern
Peter Kurth (Bild: Worring)
Peter Kurth
Bild verkleinern
Peter Kurth (Bild: Worring)
Köln - Ist Köln schön? In dieser Frage sind die Anwärter auf das Amt des Oberbürgermeisters durchaus unterschiedlicher Meinung. Verglichen mit anderen Metropolen sei das Bild der Stadt schwierig, sagte Jürgen Roters, der gemeinsame Kandidat von SPD und Grünen bei einer vom Bund Deutscher Architekten (BDA) organisierten Runde im „Haus der Architektur“ am Josef-Haubrich-Hof. Er sehe vor allem den Wiederaufbau der 50er Jahre kritisch, so der ehemalige Regierungspräsident.

Für Peter Kurth (CDU) sind es vor allem einzelne Bauten, etwa die romanischen Kirchen oder der Rheinauhafen, die das Bild der Stadt prägen. „Aber Köln ist nicht nur eine schöne Stadt“, so Kurth.

Plätze verbesserungswürdig

Ralph Sterck dagegen, der Kandidat der FDP, findet Köln schön - er lobt ebenfalls den Rheinauhafen, aber auch Orte wie die Eigelsteintorburg samt Umgebung. Für Martin Müser (Kölner Bürger Bündnis) ist Schönheit unabdingbar für eine Stadt: „Wenn etwas nicht gut aussieht, dann funktioniert es nicht“, so Müser. Das gelte etwa für Plätze wie den Neumarkt. Grundsätzliche Einigkeit bestand dagegen in der Frage nach einer möglichen Lösung: Der Gestaltungsbeirat - ein Expertengremium, das Politiker und Verwaltung bei größeren Bauvorhaben berät - müsse intensiver und vor allem frühzeitig eingebunden werden. Ralph Sterck ging noch einen Schritt weiter: Werde er gewählt, würde er gar den Vorsitz dieses Gremiums übernehmen.

CDU-Kandidat Kurth kündigte an, er setze vor allem auf die Fachleute der Verwaltung und wolle mit diesen „verlässlich zusammenarbeiten“, statt den gesamten Baubereich an sich zu ziehen. Jürgen Roters sieht das anders: „Der OB kann sich nicht nur auf seine Dezernenten verlassen.“ Er möchte seine „verstärkte Kompetenz im Bereich Stadtentwicklung“ nutzen, um das Auseinanderdriften der Stadt zu verhindern und um soziale Probleme zu lösen. Der öffentliche Raum - hier vor allem die Plätze - wird von allen Bewerbern als verbesserungswürdig gesehen. Hier gebe es zu wenig Lebensqualität, so Roters, während Peter Kurth sich insgesamt wünschte, dass „in Köln mehr los ist“. Schließlich stehe eine Stadt, so Kurth, für „Größe, Tempo, Vielfalt und Intensität“. Aber auch für die „Möglichkeit unterschiedlicher Lebensstile, für Expansion und für neue Trends“, ergänzte Roters.



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Orte des Geschehens

große Karte

Anzeige


Anzeige


Umfrage

Mehr autofreie Zonen für Köln?
Der Platz vor der Eigelsteintorburg ist schon autofrei, nun soll der Chlodwigplatz folgen. Auch für den Neumarkt schlägt der Masterplan vor, eine Seite für den Verkehr zu sperren. Ist das sinnvoll?


Special


Anzeige




Modisch aufgefallen


Junge Zeiten


Bildergalerien


Termine

Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Neue ksta.tv-Videos aus Köln




Offene Schulen


Top-Links (Anzeige)



Weitere Serien


ksta shop


Aktuelle Verkehrsinfos


Service


Mein ksta.de


ksta.de auf Facebook

KSTA auf Facebook

Aktion


Aktion



Hintergrund


Stadtmenschen Community


Extra


Dienste