Von Tobias Blum, 03.07.09, 11:58h, aktualisiert 06.07.09, 16:37h
Auf den fünf Bühnen werden jedoch nicht nur Konzerte geboten. Während auf dem Tanzberg ab 14.30 Uhr internationale DJ-Größen auflegen, findet auf der Mixery Raw Deluxe Stage, die sich ganz dem Hip-Hop widmet, zunächst der 1on1 Freestyle Wettbewerb statt: Gesucht wird niemand Geringeres als der beste Rap-Improvisator Deutschlands. Der wohl bekannteste Bonner dieser Bühne ist Xatar, dessen Auftritt um 18.05 Uhr beginnt, während die größten internationalen Stars die um 23.15 Uhr startenden Masta Ace & Edo G sind.
Der Rock-Untergrund trifft sich dagegen auf und vor der Roten Bühne, wo sich Indie-Rock, Metalcore, Elektronik und Punk die Gitarre reichen. Regionale Größen sind The Utopia Experiment und In December, für Freunde grotesker Optik treten She's All That um 16.35 Uhr in gruseligen Masken auf und mit No Use For A Name gibt sich um 22.45 Uhr eine Legende kalifornischen Punkrocks die Ehre.
Wer nach all den stark verzerrten Gitarren Lust auf Lyrik, Songschreiberkunst und nicht so verzerrte Gitarren hat, ist ab 15 Uhr vor der Grünen Bühne gut aufgehoben. Ron Flieger ist da, Viginia Jetzt!, Olli Schulz und Boppin? B. Wobei: Letztere haben doch wieder verzerrte Gitarren dabei, allerdings im Stile der Fünfziger.
Gitarren, Rap, Melodien, große Lyrik und noch vieles mehr gibt es auch auf der Hauptbühne, der Blauen Bühne. Lake Cisco eröffnen das Programm um 12.30 Uhr, es folgen Six Nation und Lichter - sie alle kommen aus dem Bonner Raum. Die ersten internationalen Bands sind Baddies aus England und Pete Philly & Perquisite aus den Niederlanden. Get Well Soon kommen immerhin aus Oberschwaben, wohingegen die Südstaatenrocker Black Stone Cherry aus Kentucky wohl die mit Abstand weiteste Anreise haben.
Die klangvollsten Namen beginnen jedoch um 21.05 Uhr und 22.45 Uhr: „Wir freuen uns sehr darüber, dass Selig wieder da sind und Culcha Candela zum ersten Mal bei Rheinkultur auftreten“, sagte Veranstalter Holger Schmidt. Ihm liegt eine Sache besonders am Herzen: „Uns ist sehr wichtig, dass wir die Veranstaltung CO2-neutral durchführen können.“ Besucher können sich sogar ihre Anfahrt kostenlos klimaneutral kompensieren lassen; Informationen dazu gibt es auf der Internetseite www.compense.de/ rheinkultur. Die Rheinkultur ist also nicht nur das größte Gratis-Festival Deutschlands, sondern auch noch eines der umweltfreundlichsten.
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