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Flüssigkeitsmangel

Bei Hitze richtig ernähren

Von Timo Schillinger, 02.07.09, 11:46h, aktualisiert 02.07.09, 11:49h

Der Körper verliert bei hohen Temperaturen deutlich mehr Flüssigkeit als sonst - und damit auch lebenswichtige Mineralien. Durch richtiges Trinkverhalten und eine ausgewogene Ernährung kann dem entgegengewirkt werden. Wir zeigen wie.

Wasser trinken
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Bei Hitze sollte man mindestens 2,5 Liter Wasser zu sich nehmen. (Bild: dpa)
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Bei Hitze sollte man mindestens 2,5 Liter Wasser zu sich nehmen. (Bild: dpa)
Die Sommerhitze setzt unserem Körper zu. Temperaturen um die 30 Grad belasten unseren Organismus und können sogar zu gesundheitlichen Problemen wie Schwindelanfälle, Herzrhythmusstörungen und Kreislaufkollaps, in Einzelfällen auch zum Schlaganfall führen. Hauptursache dafür ist Flüssigkeitsmangel.

Um den Wasserhaushalt auszugleichen, ist - so selbstverständlich es klingt - ausreichendes Trinken ein Muss. Unter normalen Bedingungen empfiehlt die Deutsche Gesellschft für Ernährung 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag. Bei Hitze sollte die Trinkmenge deutlich darüber hinaus gehen. 2,5 Liter Wasser sind an heißen Tagen Mindestmaß. Denn der Körper verliert über Schwitzen nicht nur die Flüssigkeit selbst, auch für den Körper wichtige Mineralien werden ausgeschwemmt – vor allem, wenn auch noch Schwüle hinzukommt.

Ist es heiß, reagiert der Organismus mit verstärkter Schweißbildung. Die soll das Überhitzen des Körpers verhindern. Ist es aber zusätzlich schwül, wird die Verdunstung schwer bis unmöglich und der Schweiß bleibt in Tropfen auf der Haut liegen. Das Prinzip der Verdunstungskälte greift nicht mehr.

Vor allem Kleinkinder und ältere Menschen sind dann von der Austrocknung bedroht. Ihr Durstempfinden ist nicht voll ausgebildet bzw. zurückgebildet. Dadurch laufen sie besonders Gefahr, dass der Flüssigkeitshaushalt durcheinander gerät. Ein einfacher Test kann das schon zeigen: Ziehen Sie eine Hautfalte auf dem Handrücken hoch. Wenn Sie loslassen, sollte die Falte innerhalb von zwei Sekunden wieder verschwunden sein. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie dringend mehr trinken.

Darüber hinaus sollte auch die Ernährung den Temperaturen angepasst werden. Orientieren kann man sich dabei an den Essgewohnheiten im mediterranen Raum: kleine, aber dafür mehrere Portionen über den Tag verteilt. Dazu viel Obst und Gemüse.

So sollten Sie sich bei heißen Temperaturen ernähren:

1. Zimmerwarmes Mineralwasser mit Natrium, Kalium, Magnesium und Zink eignet sich am besten. 2,5 Liter sollten im Sommer das Mindestmaß sein. Lauwarmer Tee tut jetzt ebenfalls gut.

2. Eiskalte Getränke meiden. Der Körper versucht hier die Temperatur auszugleichen, dadurch schwitzt man nur noch mehr.

3. Möglichst keinen Alkohol trinken - er erweitert die bei Hitze sowieso schon weit gestellten Gefäße noch mehr. Dadurch versackt das Blut, und der Kreislauf leidet.

4. Kaffee meiden. Er entzieht dem Körper Flüssigkeit.

5. Die einzelnen Essens-Portionen sollten kleiner sein. Denn dadurch benötigt die Verdauung weniger Blut, das bereits die Hautgefäße zur Wärmeregulierung brauchen.

6. Essen Sie leichte Kohlenhydrate, eingeschränkt Fett und Eiweiß, das belastet den Kreislauf weniger. Salate, Obst, Käse, Fisch oder mageres Fleisch sind ideal.

7. Beta Carotin schützt die Zellen vor zu viel UV-Licht. Es ist in Karotten vorhanden.

8. Lypocin wirkt wie Sonnenschutz von innen. Enthalten ist es in Tomatenprodukten.

9. Vitamin E hilft die Hautalterung zu verzögern. Es ist enthalten in Weizenkeim- und Sonnenblumenöl, Haselnüssen und Mandeln.

10. Calcium hat eine zellstabilisierende Wirkung. Er kann die Freisetzung von Histaminen, Gewebshormonen, vermindern, die allergische Hautreaktionen auslösen. Es ist enthalten in Milchprodukten, Mohn, Brennnesseln und Petersilie. (mit sid/dpa)



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