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Rheinuferstrasse

Debatte um Tunnel für U-Bahn

Von Peter Berger und Andreas Damm, 08.07.09, 18:59h, aktualisiert 12.01.10, 10:27h

Auch die SPD hält die Tieferlegung der Stadtbahn an der Rheinuferstraße für die bessere Variante. Doch das Projekt wird nur gefördert, wenn das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt.

Nord-Süd-Stadtbahn Köln
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Die Debatte um den Bau der Nord-Süd-Stadtbahn nimmt kein Ende. (Bild: dpa)
Nord-Süd-Stadtbahn Köln
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Die Debatte um den Bau der Nord-Süd-Stadtbahn nimmt kein Ende. (Bild: dpa)
Köln - Kölns Baudezernent Bernd Streitberger hat mit seiner Aussage, die ebenerdige Querung der Rheinuferstraße durch die Nord-Süd-Stadtbahn sei eine „Fehlplanung“, der Diskussion um die bestmögliche Lösung neuen Auftrieb gegeben. Streitberger hatte im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ betont, verkehrstechnisch sei die Verlängerung des U-Bahntunnels bis zum Rheinufer die beste Lösung.

„Das sehen wir ganz genau so“, sagte SPD-Fraktionschef Martin Börschel. Sollte das Land Fördergelder für den Bau eines Autotunnels bewilligen - „und davon hängt aus unserer Sicht ja das gesamte Projekt ab“ - sei nicht einzusehen, dass Millionen öffentliche Gelder in die zweitbeste Variante fließen, „nur weil sie aus anderen Fördertöpfen kommen“. Das lasse sich keinem Bürger vermitteln, zumal es durchaus sein könne, dass der Stadtbahntunnel sogar preiswerter sei als die Tieferlegung der Rheinuferstraße. Es sei Sache der Verwaltung, die bestmögliche Variante auszuarbeiten.

Die Bezirksregierung Köln und das NRW-Verkehrsministerium sehen die Stadt Köln am Zug. Bisher habe die Stadt die ebenerdige Kreuzung favorisiert. Einen Autotunnel könnte sie in eigener Regie durchführen, bei einem Straßenbahntunnel sei ein neues Planfeststellungsverfahren erforderlich, das sich allerdings nur auf den neuen Tunnel beziehe, so die Bezirksregierung. Bei der Tieferlegung der Bahn müsste allerdings auch die Haltestelle Schönhauser Straße nach Süden verlegt werden.

Eine Sprecherin des NRW-Verkehrsministeriums sagte, es sei an der Stadt Köln, einen neuen Antrag zu stellen. Das Projekt werde nur gefördert, „wenn die Kosten in einem angemessenen Verhältnis zum volkswirtschaftlichen Nutzen stehen. Wir können nur von dem ausgehen, was bei uns beantragt wird.“

Hinterher immer schlauer

Für den FDP-Fraktionsvorsitzenden Ralph Sterck kommt Streitbergers Intervention nicht überraschend: „Hinterher ist man immer schlauer. Er soll es versuchen, aber ich glaube nicht, dass es klappt. Das Planfeststellungsverfahren ist abgeschlossen, die Bauarbeiten laufen doch schon.“

CDU-Verkehrsexperte Karsten Möring kann der neuen Variante durchaus etwas Positives abgewinnen: „Wenn wir sicherstellen können, dass wir das mit dem Planfeststellungsverfahren und dem Bau hinbekommen, dann bin ich der letzte, der das nicht befürwortet. Wenn sich aber dadurch die Inbetriebnahme verzögern wird, dann steht der gesamte Nutzen in Frage.“

Ein weiteres Problem aus Mörings Sicht: Die Kosten für die U-Bahn seien gedeckelt. Der Straßentunnel sei davon nicht betroffen, weil er nicht aus dem U-Bahn-Budget finanziert werden muss, sondern aus anderen Töpfen des Bundes, des Landes und der Stadt. „Die Aufteilung der Kosten muss zwischen den Beteiligten ausgehandelt werden“, sagte Möring.



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