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Kommentar zu den Köln 99ers

Ende des freien Falls

Von Lars Richter, 09.07.09, 19:03h, aktualisiert 09.07.09, 19:05h

Gerade als das größte Problem, der Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, gelöst ist, müssen die Kölner Basketballer erneut feststellen, dass der Erfolg der Vergangenheit kein Versprechen für die Zukunft ist.

Geschäftsführer 99ers
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Schwere Entscheidungen: Die 99ers Geschäftsführer Stephan Baeck (l.) und Jens Brämer. (Bild: Dahmen)
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Schwere Entscheidungen: Die 99ers Geschäftsführer Stephan Baeck (l.) und Jens Brämer. (Bild: Dahmen)
Die zu Beginn dieser Woche von der Basketball-Bundesliga kommunizierten Nachrichten haben die Köln 99ers als Signal für eine bessere Zeit interpretieren dürfen: Der Klub hatte den Nachweis seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erbracht und erhielt die Lizenz für die höchste deutsche Spielklasse. Das größte Problem schien aus der Welt.

Doch so einfach war es nicht. Der Meister von 2006 hat erfahren müssen, dass die Erfolge der Vergangenheit kein Versprechen für die Zukunft sind. Bei dem Versuch, ein „Team Germany“ mit jungen, deutschen Profis aufzubauen, handelte sich der ehemalige Champion Absagen von gedachten Schlüsselspielern ein. Die Avancen der einst attraktiven Rheinländer haben ihren Reiz verloren. Die 99ers vollenden die Verwandlung zu einer Adresse, die nach ihren jüngsten Finanzturbulenzen sogar für Nachwuchsspieler mehr Risiken als Hoffnungen birgt. Ein großer Imageschaden.

Sollte sich Köln zu einem Rückzug entscheiden, wäre das ein schwerer Schritt, der Respekt verdient, denn sie würden dem Versuch widerstehen, eine kaum konkurrenzfähige Mannschaft im sportlichen Überlebenskampf zu verschleißen.

Es wäre nach dem Aus des BSC Saturn in den neunziger Jahren aber auch ein weiterer Beleg für die These, dass Basketball auf höchstem Niveau in Köln langfristig offenbar nicht zu halten ist. Für die 99ers ginge ein Prozess zu Ende, der in der Nacht des Titelgewinns von 2006 begonnen hat. Es wäre das Ende des freien Falls.



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