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Ohmstraße

Gegen Abholzung der Bäume

Von Jennifer Held, 13.07.09, 15:10h, aktualisiert 13.07.09, 15:11h

Um eine Bebauung der Ohmstraße in zweiter Reihe und damit das Fällen von mehr als 120 alten Bäumen zu verhindern, verlangen die Anwohner und die Porzer SPD von der Stadt eine Untersuchung darüber, ob der Baumbestand und die hier vorhandenen Tierarten schützenswert sind.

Bäume Ohmstraße Köln
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Mahr als 120 Bäume stehen im Hinterland der Ohmstraße. Anwohner wehren sich gegen eine Abholzung. (Bild: Held)
Bäume Ohmstraße Köln
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Mahr als 120 Bäume stehen im Hinterland der Ohmstraße. Anwohner wehren sich gegen eine Abholzung. (Bild: Held)
Eil - Denn eine solche Untersuchung fehlt bisher. Trotzdem haben der Stadtentwicklungsausschuss einstimmig, und die Bezirksvertretung Porz mehrheitlich mit den Stimmen von CDU, FDP und der so genannten Bürgerbewegung pro Köln den Bebauungsplan der „Königreich Direkt Stadtsanierungsgesellschaft Porz“ mittlerweile verabschiedet.

Schon im Mai hatte Dieter Redlin, Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Bezirksvertretung Porz bemängelt, dass im Bebauungsplan der Hinweis auf so genannte geschützte Landschaftsbestandteile fehlt. Auch Monika Möller, Ratsmitglied der SPD, kann diese fehlende Untersuchung nicht akzeptieren und bat Götz Bacher (SPD), den Vorsitzenden des Ratsausschusses Umwelt, Gesundheit und Grün um eine gemeinsame Ortsbesichtigung. „Wir haben den Baumbestand jetzt mit Fotos dokumentiert“, erläutert Möller. Nach ihren Angaben will Bacher in der ersten Sitzung des Umweltausschusses nach der Sommerpause einen Antrag für eine solche Prüfung einreichen. Die Anwohner der Ohmstraße hoffen jetzt darauf, dass diese Untersuchung das Bauvorhaben stoppen kann. „Die Bäume hier sind teilweise mehr als 50 Jahre alt“, sagt eine Anwohnerin. Eine andere fügt hinzu, dass hier Fledermäuse und viele Vogelarten leben. „Wir sehen hier jeden Tag kleine Papageien, Spechte und sogar Mäusebussarde.“

Die Bäume und den Grünstreifen hinter den Häusern der Ohmstraße 42 bis 52 pflegen die Anwohner selbst, veranstalten hier gemeinsame Grillabende. „Das hier ist die letzte Grünfläche in der Physikersiedlung. Wir verstehen nicht, weshalb die Stadt sie nicht erhalten will“, meint ein aufgebrachter Anwohner. Vor drei Jahren zogen sie im Winter in die Ohmstraße ein. Schon damals, mit dem Kauf der Wohnungen, war den Anwohnern klar, dass eine weitere Bebauung des Grundstücks erfolgen würde. „Aber zum einen haben wir im Winter nichts von der Schönheit der Bäume und des Grüns sehen können, und zum anderen haben wir nur dem damaligen Bebauungsplan zugestimmt“, sagt eine Anwohnerin. Tatsächlich hatte die „Königreich Direkt Stadtsanierungsgesellschaft Porz“ damals einen anderen Plan mit neun anstatt sieben Doppelhäusern zur Unterschrift vorgelegt. Die Gesellschaft beharrt jedoch weiterhin darauf, dass die Bebauung abgesprochen war. In einem Schreiben hat die Gesellschaft jetzt deutlich gemacht, dass sie von den Käufern ihrer Wohnungen Unterstützung bei der neuen Bebauung erwartet. Jetzt hoffen die Anwohner auf die Unterstützung des Stadtrates.


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