Von Jennifer Held, 13.07.09, 15:10h, aktualisiert 13.07.09, 15:11h
Schon im Mai hatte Dieter Redlin, Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Bezirksvertretung Porz bemängelt, dass im Bebauungsplan der Hinweis auf so genannte geschützte Landschaftsbestandteile fehlt. Auch Monika Möller, Ratsmitglied der SPD, kann diese fehlende Untersuchung nicht akzeptieren und bat Götz Bacher (SPD), den Vorsitzenden des Ratsausschusses Umwelt, Gesundheit und Grün um eine gemeinsame Ortsbesichtigung. „Wir haben den Baumbestand jetzt mit Fotos dokumentiert“, erläutert Möller. Nach ihren Angaben will Bacher in der ersten Sitzung des Umweltausschusses nach der Sommerpause einen Antrag für eine solche Prüfung einreichen. Die Anwohner der Ohmstraße hoffen jetzt darauf, dass diese Untersuchung das Bauvorhaben stoppen kann. „Die Bäume hier sind teilweise mehr als 50 Jahre alt“, sagt eine Anwohnerin. Eine andere fügt hinzu, dass hier Fledermäuse und viele Vogelarten leben. „Wir sehen hier jeden Tag kleine Papageien, Spechte und sogar Mäusebussarde.“
Die Bäume und den Grünstreifen hinter den Häusern der Ohmstraße 42 bis 52 pflegen die Anwohner selbst, veranstalten hier gemeinsame Grillabende. „Das hier ist die letzte Grünfläche in der Physikersiedlung. Wir verstehen nicht, weshalb die Stadt sie nicht erhalten will“, meint ein aufgebrachter Anwohner. Vor drei Jahren zogen sie im Winter in die Ohmstraße ein. Schon damals, mit dem Kauf der Wohnungen, war den Anwohnern klar, dass eine weitere Bebauung des Grundstücks erfolgen würde. „Aber zum einen haben wir im Winter nichts von der Schönheit der Bäume und des Grüns sehen können, und zum anderen haben wir nur dem damaligen Bebauungsplan zugestimmt“, sagt eine Anwohnerin. Tatsächlich hatte die „Königreich Direkt Stadtsanierungsgesellschaft Porz“ damals einen anderen Plan mit neun anstatt sieben Doppelhäusern zur Unterschrift vorgelegt. Die Gesellschaft beharrt jedoch weiterhin darauf, dass die Bebauung abgesprochen war. In einem Schreiben hat die Gesellschaft jetzt deutlich gemacht, dass sie von den Käufern ihrer Wohnungen Unterstützung bei der neuen Bebauung erwartet. Jetzt hoffen die Anwohner auf die Unterstützung des Stadtrates.
Aber bitte keine Wahlversprechungen!
31.07.2009 | 11.41 Uhr | Pinot99
Hat man denn immer noch nicht versdanden das der Mensch sich auch wohlfuehlen darf. Auf der einen Seite werden Milo. ausgegeben fuer Aufforstung und…
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