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Projekt

„Südsee“ ist schon weit gediehen

Von Ulrike Süsser, 15.07.09, 18:03h

In der August-Sitzung der Bezirksvertretung soll sich zeigen, wie weit die Planungen zum Meschenicher Naherholungsgebiet mit Badesee fortgeschritten sind.

Kiesabbau_Meschenich
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Kieslöcher zwischen Immendorf und Meschenich (Bild: Süsser)
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Kieslöcher zwischen Immendorf und Meschenich (Bild: Süsser)
Meschenich / Immendorf - Die „Südsee“ und die „Nordsee“, so werden die beiden Badeseen hin und wieder genannt, die im Grünkorridor zwischen Wesseling und Köln im Rahmen der Regionale 2010 entstehen sollen. Die gut gemeinten Bezeichnungen beziehen sich freilich weniger auf die Art der Gewässer, als vielmehr auf die räumliche Lage. Die „Südsee“ soll südwestlich von Berzdorf entstehen und 70 000 Quadratmeter groß werden. Eine Strandbar ist nicht ausgeschlossen. Die politischen Fraktionen in Wesseling haben den Verwaltungsvorschlägen zur „Südsee“ bereits zugestimmt.

In Köln sind Politik und Verwaltung noch hinten dran mit der „Nordsee“. Abschließende Entscheidungen gibt es noch nicht. Gleichwohl hat der Stadtentwicklungsausschuss schon im Frühjahr des vergangenen Jahres bestimmt, dass im Auskiesungsgebiet zwischen Meschenich und Immendorf ein Naherholungsgebiet entstehen soll mit einem Badesee, Freizeitnutzung, mit Begrünung und gestalteten Uferzonen. Auch sollen bei Bedarf Naturschutzbereiche eingerichtet werden. Die Verwaltung hat an einem Konzept gearbeitet und es weitgehend für die Politik zur Entscheidung vorbereitet. Beteiligt sind die Stadtplanung, das Umwelt- und Grünflächenamt.

Das landwirtschaftlich geprägte Gebiet mit den zahlreichen Kieslöchern soll demnach rekultiviert werden und langfristig einer „ruhigen Erholungsnutzung“ zur Verfügung stehen, wie es in einer städtischen Unterlage heißt. Zum Teil wird auch noch gebaggert. Zumindest im Ausschuss für Stadtentwicklung wird damit gerechnet, dass die Auskiesung spätestens im Jahr 2019 abgeschlossen sein wird.

Die Bezirksvertretung Rodenkirchen will nun konkret wissen, wie weit die Planungen vorangeschritten sind. Mit einem Dringlichkeitsantrag aller Fraktionen sollen die Ämter in der August-Sitzung vorstellen, wann der See ausgebaut wird, wie er aussehen und finanziert werden soll. Eile sei vor allem auch deswegen geboten, weil im Gestaltungsbereich die L 150 (Kerkrader Straße) liegt, deren vierspuriger Ausbau bereits beschlossenen Sache ist, wie Bezirksbürgermeisterin, Monika Roß-Belkner, betont. Die Politik möchte erreichen, dass die Zufahrten zum künftigen Badesee möglichst nicht durch Meschenich verlaufen. Im Zuge des Ausbaus der L 150 sollten stattdessen separate Abfahrten ins künftige Erholungsgebiet geschaffen werden.

Im Rahmen der Regionale 2010 werden mehrere Grünprojekte zur Entwicklung und Aufwertung von Landschaften durchgeführt. Eins davon sind die „Rheinischen Gärten“. Dazu gehört das Meschenicher Kiesabbaugebiet mit den Ortschaften Meschenich, Immendorf und Rondorf. Die „Rheinischen Gärten“ werden im Norden durch die Autobahn A 4 begrenzt wird, im Osten durch die A 555, im Westen durch die Kölner Stadtgrenze und im Süden durch die Siedlung Sechtem.



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