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Anwohner klagen

Quietschende Reifen am Supermarkt

Von Karin M. Erdtmann, 19.07.09, 16:26h, aktualisiert 19.07.09, 16:28h

Die nächtlichen Fahrübungen auf dem Parkplatz des Osenauer Penny-Marktes rauben den Anwohnern den Schlaf. Die Klagen über die jugendlichen Verkehrsrowdys werden lauter - von Vermieter und Supermarkt fühlen sich die Anlieger im Stich gelassen.

Penny Markt Odenthal
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Der Lärmschutz am Penny-Markt ist in der Diskussion (Bild: Arlinghaus)
Penny Markt Odenthal
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Der Lärmschutz am Penny-Markt ist in der Diskussion (Bild: Arlinghaus)
Odenthal - Die Anwohner rund um den Osenauer Penny-Markt fühlen sich auch nach Geschäftsschluss in ihrer Ruhe gestört. Nachts und an Feiertagen führen Verkehrsrowdys auf dem Parkplatz und teilweise auch im Kreisverkehr Rennen, beschwert sich Tanja Kierspel. „Das fing im Winter mit Bremsmanövern im Schnee an“, sagt die Anwohnerin der Osenauer Straße. Meist säßen mehrere Jugendliche in den Autos. „Wenn sie merken, dass sie beobachtet werden, verlassen sie mit quietschenden Reifen das Gelände und rasen Richtung Schildgen davon.“

Mehrfach sei es den Anwohnern gelungen, vom Balkon aus Fotos von den Fahrzeugen zu machen, doch seien wegen der großen Distanz weder Personen noch Kennzeichen zu erkennen. Die Bilder hat Tanja Kierspel zusammen mit den Schilderungen der Ruhestörungen an Penny geschickt.

Für die Info bedankt

Von der Reaktion des Unternehmens ist sie indes enttäuscht. So habe sich der zuständige Gebietsleiter zwar für die Informationen bedankt („Die Ruhestörer halten sich nachts schließlich unerlaubterweise auf unserem Parkplatz auf“), ansonsten jedoch auf die Verkehrssicherungspflicht des Vermieters verwiesen, die diesem außerhalb der Betriebszeiten obliege. Dass dieser Maßnahmen gegen den Lärm ergreift, wagt Kierspel zu bezweifeln, „da auf seiner eigenen benachbarten Baustelle ebenfalls bis spät abends und am Wochenende gearbeitet und Lärm gemacht wird“.

Auch die Idee, die Polizei einzuschalten, hält sie für wenig effektiv. „Bis die Polizisten hier sind, sind die Raser längst weg.“ Es seien immer nur kurze „Gastspiele“, die die jungen Fahrer dort gäben, die jedoch nicht nur nachhaltig die Nachtruhe störten, sondern an Feiertagen auch am hellichten Tag stattfänden und auf dem Parkplatz spielende Kinder gefährdeten.

„Wir Anwohner sind ziemlich verärgert und überlegen bereits Maßnahmen in Richtung Mietminderung einzuleiten“, kündigt sie weitere Proteste an.



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