Von Thomas Esch, 24.07.09, 18:57h
Am Anfang steht die Feststellung, dass Leverkusen durch Zuwanderung erst entstanden ist. „Ureinwohner sind in der Minderheit“, so Stein. Zweite Feststellung: „Es gibt in den einzelnen Stadtteilen keine Parallelgesellschaften im Sinne von »Ghettos«.“ Natürlich, so schränkt er ein, gebe es Gebiete, in denen bestimmte ethnische Gruppen dominierten, „aber das ist okay, schließlich sind wir ein freies Land“.
Auf der Grundlage eines Ratsbeschlusses zur weiteren Konzeption der Integrationsarbeit soll das funktionierende Miteinander von Deutschen und Ausländern verbessert und gestärkt werden, so Stein: „Dabei müssen wir weg vom deutschen Expertendialog.“ Beide Seiten, engagierte Bürgerinnen und Bürger und professionelle Akteure der Integrationsarbeit seien aufgerufen, mitzuarbeiten. Über Verbände und Vereine, beispielsweise Moscheevereine, erhofft sich Stein einen besseren Zugang zu Migranten. „Mittlerpersonen sind wichtig. Wir können als Stadt Menschen nicht »überfallen«, da kommt es ganz schnell zu Ressentiments“, ergänzte dazu Projektleiterin Bettina Zimmer.
Eine Steuerungsgruppe, bestehend aus Vertretern der Stadt, des Integrationsrates und des federführend für die Ausländerarbeit tätigen Caritasverbandes soll nun Ideen bündeln. „Nur so kann mit den begrenzten Ressourcen gemeinsam am wirkungsvollsten gearbeitet werden“, meinte Stein. Denn bei allen bisherigen Erfolgen („Der Umgang der verschiedenen Kulturen miteinander ist heute problemlos“) gebe es keinen Anlass, sich zurückzulehnen, denn, so einige von Steins Feststellungen:
! „die Sprachfähigkeit von Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen mit Migrationshintergrund ist vielfach defizitär;
! die Schul- und Ausbildungserfolge junger Migranten seien in der Summe nicht zufriedenstellend;
! der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund an Arbeitslosen und Langzeitarbeitslosen ist überproportional;
! der bürgerschaftliche Dialog und das Miteinander außerhalb organisierter Vereine ist noch deutlich ausbaufähig.“
Wie gut der Dialog funktionieren könne, zeige das städtische Online-Portal „migrami“, in dem sich Personen, Gruppen, Interessenverbände und Vereine austauschen. Aus diesem Dialog entsprängen auch zahlreiche konkrete Ideen für das Miteinander. Die „migrami“-Foren gelte es nun, mit den Arbeitskreisen des Integrationsrates zusammenzuführen.
Nähere Informationen zum Integrationskonzept der Stadt erteilt Bettina Zimmer unter 0214 / 406-88 34.
basis - basis
27.07.2009 | 07.16 Uhr | ischdem
guten morgen herr stein
haben sie gut geschlafen
der zug ist schon abgefahren
Toll erkannt! Und was will man jetzt tun?
26.07.2009 | 07.23 Uhr | Pit Schnass
Ich vermisse konkrete Vorschläge!
Hallo Steinchen .....
25.07.2009 | 10.52 Uhr | strassenkind
Auch wenn Büroschlaf sehr gesund ist , AUFWACHEN , der 1. April ist doch schon lange vorbei .........
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