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TMD Friction

Viel Arbeit, aber nicht für jeden

Von Thomas Käding, 30.07.09, 18:41h

Am Donnerstag demonstrierten rund 30 ehemalige Beschäftigte. TMD Friction bedient sich einer Zeitarbeitsfirma und in der Transfergesellschaft. Gekündigte sind erbost.

Leverkusen - Randstad, Peag - und die eigenen Kräfte stehen auf der Straße: Es gab am Donnerstag mehr als einen Grund für die siebte Auflage der Demonstration auf der Schlebuscher Straße. Zum Schichtwechsel um 14 Uhr versammelten sich erneut rund 30 ehemalige Beschäftigte von TMD Friction vor dem Werk in der Fixheide, um ihren Unmut kundzutun: Insgesamt 42 Mitarbeiter waren mit der Entlassungswelle im Frühjahr aus der damals insolventen Firma hinausgespült worden - sie wollten nicht in die vom Bildungsträger Peag aufgezogene Transfergesellschaft wechseln und verloren ihren Arbeitsplatz. Darunter viele bewährte Beschäftigte mit bis zu 30 Jahren Betriebszugehörigkeit. Die dahinter stehende Sozialauswahl können sie bis heute nicht nachvollziehen: „Endlich, wir haben den (Un)-Sozialplan“ stand auf einem Plakat. Deshalb sind alle vors Arbeitsgericht gezogen und erwarten Ende August die ersten Urteile.

„Wir wollen hier Präsenz zeigen und demonstrieren, dass wir nicht aufgeben“, kommentierte Konstantinos Katsikas seine und die Beharrlichkeit seiner Kollegen. In ihren Augen wird die Lage immer absurder: Inzwischen hat sich TMD Friction bei einer Zeitarbeitsfirma Personal besorgt; außerdem seien 20 Mitarbeiter aus der Transfergesellschaft Peag in die Bremsbelagproduktion zurückgerufen worden.

Unternehmenssprecherin Janet Dunkel bestätigte das dem „Leverkusener Anzeiger“ im Grundsatz: Wegen der derzeit guten Auftragslage und um Personalengpässe in der Urlaubszeit aufzufangen, habe TMD Friction Leiharbeiter eingestellt und ehemalige Beschäftigte aus der Peag geholt. Das solle „über die Sommermonate“ so bleiben. Die Peag-Mitarbeiter würden zu 100 Prozent von TMD Friction bezahlt. Die Behauptung der Protestler, TMD zahle den Peag-Leuten nur 15 Prozent des Gehalts und profitiere ansonsten von dem Geld, das aus der Insolvenzmasse für die Transfergesellschaft abgezweigt wurden, treffe nicht zu.



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