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Art'otel im Rheinauhafen

Kunst-Hotel eröffnet am Jahresende

Von Jörk Böhnk, 05.08.09, 18:15h, aktualisiert 05.08.09, 18:28h

Für 45 Millionen Euro entsteht mit dem „art'otel Cologne“ das letzte Großprojekt im Rheinauhafen. Das Hotel mit 218 Zimmern ist Teil einer Kette mit besonderen Merkmalen: Alle Häuser sind mit Werken eines Künstlers ausgestattet; in Köln war die Koreanerin „Seo“ am Werk.

Art'otel im Rheinauhafen
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Die Computer-Grafik zeigt, wie das Hotel von vorn aussieht (Ansicht vom Schokoladenmuseum). (Grafik: N+N)
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Die Computer-Grafik zeigt, wie das Hotel von vorn aussieht (Ansicht vom Schokoladenmuseum). (Grafik: N+N)
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Im Rohbau ist das Hotel bereits fertig. (Bild: Hennes)
Leiterin Art'otel
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Cordula Waldeck wird das neue Haus am Rheinufer leiten. (Bild: Hennes)
Art'otel im Rheinauhafen
Leiterin Art'otel
Innenstadt - Als eines der letzten großen Bauprojekte im Rheinauhafen entsteht schräg gegenüber vom Schokoladenmuseum für 45 Millionen Euro das „art'otel Cologne“, das Ende des Jahres eröffnet werden soll. An der Einmündung der Kleinen Witschgasse in die Rheinuferstraße errichtet die Hamburger „Grundbesitz Investitionsgesellschaft Rheinauhafen“ (GIR) das Vier-Sterne-Hotel am Holzmarkt 4, das im Rohbau bereits fertig ist. Vor einigen Tagen ernannte die Betreiber-Gesellschaft „Park Plaza Germany Holdings“ die Hotelmanagerin Cordula Waldeck (44) aus Solingen zur Direktorin des Hauses. Die studierte Wirtschafts-Wissenschaftlerin schmunzelt: „Mein offizieller Titel lautet »art'managerin«.“

Das trapezförmige „art'otel cologne“ - 120 Meter lang, 16 bis 20 Meter breit und 20 Meter hoch, entworfen von der Berliner Architektin und Designerin Johanne Nalbach - steht auf dem schmalen Grundstück zwischen Rheinuferstraße und Hafenbecken. Es gehört dem Immobilienkaufmann und Kunstsammler Dirk Gädeke, ebenfalls aus Berlin. Gädeke hat das spezielle Hotel-Konzept in sieben gleichartigen von „Park Plaza“ betriebenen Hotels von Berlin bis Budapest entwickelt. In den Häusern werden jeweils Werke eines Künstlers präsentiert. In Köln werden farbenfrohe Landschafts- und Blumenbilder der Koreanerin „Seo“, Meisterschülerin von Georg Baselitz, die Wände schmücken - als Kontrast zu einer modernen Architektur aus Beton und Glas.

Mit 218 Doppelzimmern ist das Hotel ausgestattet, dazu kommen eine 400 Quadratmeter große Konferenzzone mit sechs Tagungsräumen, ein Wellness-Bereich auf dem Dach, eine 320 Quadratmeter-Terrasse sowie eine Tiefgarage mit 33 Stellplätzen. „Dafür müssen wir Extra-Wände errichten - der Hochwasser-Schutz am Rheinufer hat für die Behörden oberste Priorität“, sagt Waldeck.

Erste Station Beverly Hills

Als Clou kündigt die Direktorin das „Chino-Latino“-Restaurant mit Lounge und Bar neben der Eingangshalle an. Im Lokal mit 97 Plätzen wird asiatische Küche geboten, in der Bar südamerikanische Cocktails. Waldeck hat für die Böden dunkle, geräucherte Eichendielen ausgesucht: „Das wirkt dezent und gut abgestimmt mit dem roten Interieur.“ Mit einem Stab von 40 Mitarbeitern will Waldeck starten. Laut einer Bedarfsanalyse sollen werktags hauptsächlich Geschäftsleute im „art'otel“ wohnen, an den Wochenenden Touristen. Übernachtungen kosten außerhalb der Messezeiten zwischen 99 und 139 Euro. Waldeck: „Frühstück wird extra berechnet.“

Die Managerin, die schon an vielen Standorten in Deutschland, England und in den USA in leitenden Funktionen tätig war, erwarb sich ihre ersten beruflichen Verdienste im „Beverly Wilshire“-Hotel in Los Angeles - in dem Julia Roberts und Richard Gere den Film „Pretty Woman“ drehten: „Seitdem bin ich nicht mehr losgekommen vom Hotelgeschäft.“



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