Von Jörk Böhnk, 05.08.09, 18:15h, aktualisiert 05.08.09, 18:28h
Das trapezförmige „art'otel cologne“ - 120 Meter lang, 16 bis 20 Meter breit und 20 Meter hoch, entworfen von der Berliner Architektin und Designerin Johanne Nalbach - steht auf dem schmalen Grundstück zwischen Rheinuferstraße und Hafenbecken. Es gehört dem Immobilienkaufmann und Kunstsammler Dirk Gädeke, ebenfalls aus Berlin. Gädeke hat das spezielle Hotel-Konzept in sieben gleichartigen von „Park Plaza“ betriebenen Hotels von Berlin bis Budapest entwickelt. In den Häusern werden jeweils Werke eines Künstlers präsentiert. In Köln werden farbenfrohe Landschafts- und Blumenbilder der Koreanerin „Seo“, Meisterschülerin von Georg Baselitz, die Wände schmücken - als Kontrast zu einer modernen Architektur aus Beton und Glas.
Mit 218 Doppelzimmern ist das Hotel ausgestattet, dazu kommen eine 400 Quadratmeter große Konferenzzone mit sechs Tagungsräumen, ein Wellness-Bereich auf dem Dach, eine 320 Quadratmeter-Terrasse sowie eine Tiefgarage mit 33 Stellplätzen. „Dafür müssen wir Extra-Wände errichten - der Hochwasser-Schutz am Rheinufer hat für die Behörden oberste Priorität“, sagt Waldeck.
Erste Station Beverly HillsAls Clou kündigt die Direktorin das „Chino-Latino“-Restaurant mit Lounge und Bar neben der Eingangshalle an. Im Lokal mit 97 Plätzen wird asiatische Küche geboten, in der Bar südamerikanische Cocktails. Waldeck hat für die Böden dunkle, geräucherte Eichendielen ausgesucht: „Das wirkt dezent und gut abgestimmt mit dem roten Interieur.“ Mit einem Stab von 40 Mitarbeitern will Waldeck starten. Laut einer Bedarfsanalyse sollen werktags hauptsächlich Geschäftsleute im „art'otel“ wohnen, an den Wochenenden Touristen. Übernachtungen kosten außerhalb der Messezeiten zwischen 99 und 139 Euro. Waldeck: „Frühstück wird extra berechnet.“
Die Managerin, die schon an vielen Standorten in Deutschland, England und in den USA in leitenden Funktionen tätig war, erwarb sich ihre ersten beruflichen Verdienste im „Beverly Wilshire“-Hotel in Los Angeles - in dem Julia Roberts und Richard Gere den Film „Pretty Woman“ drehten: „Seitdem bin ich nicht mehr losgekommen vom Hotelgeschäft.“
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