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Kommentar zur Bürger-Aktion

Am Beispiel der Linden

Erstellt 09.08.09, 19:53h

Zwischen Ubierring und Südkai soll die grüne Kulisse nicht vernichtet werden. Dies ist der Wunsch von gleich fünf Bürgerinitiativen. Durch provokativen Protest sollen die Linden an der Rheinuferstraße vor ihrer Abholzung bewahrt werden.

Rheinuferstraße
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Protest durch Provokation: Mit Holzfäller-Figuren des Aktionsküstlers Heiko Beck kämpft die Bürgerinitiative Rheinuferstraße für den Erhalt der Linden. (Bild: Rakoczy)
Rheinuferstraße
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Protest durch Provokation: Mit Holzfäller-Figuren des Aktionsküstlers Heiko Beck kämpft die Bürgerinitiative Rheinuferstraße für den Erhalt der Linden. (Bild: Rakoczy)
Köln - Gleich fünf Bürgerinitiativen engagieren sich dafür, dass die grüne Kulisse am Agrippina-Ufer nicht den Straßenbauplänen geopfert wird. Mit Plakaten und mit Kunstaktionen machen sie deutlich, wie es am Rheinufer aussähe, wenn beim Blick auf den Dom der Linden-Rahmen fehlte.

Das ist deutlichere politische Öffentlichkeitsarbeit als das, was Parteien und Verwaltung bisher mit ihren Statements zur künftigen Gestaltung der Kreuzung Rheinuferstraße/Stadtbahn geleistet haben. Während sie über Geldmittel und Planverfahren debattieren, zeigen die Bürgerinitiativen auf, was die Folgen des Umbaus wären. Dabei ist nicht entscheidend, ob letztlich 180 oder „nur“ 75 Linden fallen müssen.

Viel bemerkenswerter ist es, dass es mit solchen Aktionen gelingt, die Aufmerksamkeit vieler Bürger dafür zurückzugewinnen, was in ihrer Stadt geschieht. Wenn Entscheidungen von erheblicher Tragweite erst wahrgenommen werden, sobald andere als die Entscheider selbst über die Folgen aufklären, sollte das den Parteien eine Mahnung zur Veränderung sein. Sonst wird Politik mehr und mehr über die Köpfe der Bürger hinweg gemacht. Über entsprechende Verdrossenheit braucht sich dann keiner zu wundern.



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