Von Thomas Käding, 12.08.09, 17:04h, aktualisiert 16.09.09, 09:56h
Dass der Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes sich über das gesamte Weihnachtsgeschäft hinziehen wird, wurde von den Ladenbesitzern im Schick-Haus alles andere als erfreut aufgenommen: „Drüben läuft der Weihnachtsmarkt und bei uns ist Chaos“, hieß es mit Blick auf die Fußgängerzone jenseits der Großbaustelle. Astrid Thiele und Center-Managerin Katrin Becker versicherten, Baustelle und Bauabschnitte so geschickt wie möglich einzurichten. Aber es sei nun mal unabwendbar, „dass wir überall einmal hinlangen“, sagte Thiele.
„Mehr ist nicht drin“
Dass der Friedrich-Ebert-Platz nur in der unmittelbaren Nachbarschaft des neuen Einkaufszentrums hübscher gemacht wird, wurde von anderen Anwohnern bedauert. Gert Geiger aus der Hochbauabteilung der Stadtverwaltung verwies auf Leverkusens dramatisch schlechte Finanzlage: „Mehr ist im Moment einfach nicht drin.“ Weniger direkten Einfluss auf die Geschäftsleute in der Fußgängerzone werden zwei weitere Baustellen haben, die ECE noch eröffnen muss: Der Überweg auf der Wöhlerstraße in Höhe des P+C / H+M-Hauses wird zwischen Oktober und Januar großflächig verändert - auch, weil dort die zentrale Zufahrt zu den Parkdecks der Rathaus-Galerie sein wird. Außerdem wird ab Mitte September acht Wochen lang der Übergang von der Kolonie zur City am Kinopolis umgebaut. „Sieht beides klein aus, sind aber ziemlich große Flächen“, erläuterte Astrid Thiele.
Eine angesichts der Erfahrungen in den vergangenen Wochen große Sorge der Geschäftsleute am Friedrich-Ebert-Platz versuchten Thiele und Becker zu zerstreuen: Wenn der Innenausbau der Rathaus-Galerie in die heiße Phase geht, werde die Ausstattung keinesfalls durch die Fußgängerzone angeliefert. Dazu gebe es die Andienung von der B 8, für die eigens eine neue Fahrspur erstellt wurde und die Zufahrt an der Wöhlerstraße. Wegen der Pflasterarbeiten auf dem Friedrich-Ebert-Platz sei ein Verkehrschaos auch gar nicht möglich, sagte Thiele: „Dafür ist doch gar kein Platz.“
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