Schriftgröße

Wahlkampf

„Gute Ausgangslage für Rot-Grün“

Von Helmut Frangenberg, 16.08.09, 18:48h, aktualisiert 16.08.09, 21:59h

Der CDU-Kandidat leidet unter „Bekanntheitsdefizit“, die SPD unter dem Bundestrend. Die Grünen feiern 24,9 Prozent. Die Kölner Parteien sehen die jüngsten Umfrage-Ergebnisse als „Ansporn für den Endspurt” im Wahlkampf.

Köln Jürgen Roters
Bild vergrößern
Jürgen Roters, SPD und Grüne.
Köln Jürgen Roters
Bild verkleinern
Jürgen Roters, SPD und Grüne.
Wahlkampf
Bild verkleinern
Wahlkampf
Bild verkleinern
Wahlkampf
Wahlkampf
Köln - Außer bei den Grünen haben die Ergebnisse der repräsentativen Meinungsumfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit dem Forschungsinstitut „Omniquest“ bei den Parteien eher verhaltene Reaktionen zur Folge. CDU, SPD und FDP sprachen gleichermaßen davon, ihre Umfrage-Ergebnisse als „Ansporn für den Endspurt“ zu sehen.

„Umfragen sind keine Ergebnisse“, sagt CDU-OB-Kandidat Peter Kurth. Seiner Meinung nach geben die Zahlen „die Stimmung in der Stadt nicht so richtig wieder.“ In der Umfrage hatten nur 30,3 Prozent der bereits entschiedenen Kölner erklärt, für ihn zu stimmen. Das sei die Folge eines „Bekanntheitsdefizits“, so CDU-Parteichef Jürgen Hollstein. Er sei nicht glücklich über die Zahlen, „aber der Trend stimmt“. Mit 30,2 Prozent war die CDU in der Umfrage stärkste Partei geworden. Das sei „überraschend und schwer nachvollziehbar“, meint der OB-Kandidat von SPD und Grünen, Jürgen Roters. Nach den Skandalen um Bietmann, Müller und Blömer hätte er ein deutlich schwächeres Ergebnis für die CDU erwartet, so Grünen-Parteichef Stefan Peil.

Die Umfrage sieht eine Mehrheit für SPD und Grüne im Rat und einen deutlichen Vorsprung für Roters bei der OB-Wahl. „Die Ausgangslage ist gut“, so Roters. Man dürfe sich aber nicht zu früh allzu sicher sein. SPD-Parteichef Jochen Ott glaubt, weiterhin das Ziel erreichen zu können, dass SPD stärkste Partei im Stadtrat werde. In der Umfrage waren die SPD auf magere 26,4 Prozent gekommen. Die Grünen liegen mit 24,9 Prozent nur knapp dahinter.

Roters sieht einen Grund für die Zahlen in der bundespolitischen Stimmung, unter der die SPD leide, während die Grünen davon profitierten. Die Perspektive, „auf Augenhöhe“ mit der SPD in den Rat einzuziehen, sorgte bei den Grünen für Feierlaune. „Super“ sei das Ergebnis, so Parteichefin Katharina Dröge, die die Grünen auf dem Weg zur zweitstärksten Partei sieht - „hinter wem, ist egal“. Parteichef Stefan Peil nannte es eine „Herausforderung, im Wahlkampf alles zu geben, damit diese Zahlen auch erreicht werden“. Dann werde es „mehr Grün in der Stadtpolitik und mehr grünes Personal an der Stadtspitze“ geben.

„Noch ein Schüppchen drauflegen“, will auch die Kölner FDP, so Parteichef Reinhard Houben. Über die 9,9 Prozent in der Umfrage sei man „zufrieden“. Man sehe sich „aber am unteren Rand unserer Möglichkeiten“. Man wolle deutlich über zehn Prozent kommen, meinte der OB-Kandidat der FDP, Ralph Sterck, der sich in der Entscheidung, selbst anzutreten, bestätigt sieht. Wichtigstes Ziel bleibe, eine rot-grüne Mehrheit im Stadtrat zu verhindern.

Überrascht zeigten sich die Vertreter von CDU, SPD, Grünen und FDP darüber, dass in der Umfrage nur zehn Prozent angaben, nicht wählen gehen zu wollen. Auch die vergleichsweise niedrige Zahl der Noch-Unentschlossenen von 17 Prozent fanden einige nicht nachvollziehbar. „Ich glaube, dass sich die Allermeisten erst in den letzten zwei Wochen entscheiden“, so CDU-Kandidat Kurth. Das werde ihm nutzen. FDP-Mann Sterck empfahl Kurth, „in den letzten zwei Wochen noch ein paar Raketen zu zünden“. SPD-Chef Ott sieht die Gruppe der Unentschlossenen dagegen vor allem als Chance für seine Partei. „Offenkundig hat die CDU ihr Wählerpotenzial ausgeschöpft. Für uns dagegen ist noch jede Menge Zugewinn möglich.“

Spielraum nach oben sehen auch die Linken, die ihrem mageren Umfrage-Ergebnis von 3,7 Prozent misstrauen. Das widerspreche allen bisherigen Wahlergebnissen, so Fraktionschef Jörg Detjen. Positiv bewerteten die Vertreter der befragten Parteien das schwache Abschneiden der rechtsextremen Gruppierung „Pro Köln“, die in der Umfrage nur 1,6 Prozent erreichte.



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Orte des Geschehens

große Karte

Anzeige


Anzeige


Umfrage

Freie Fahrt für Schlittschuhläufer?
In Hamburg ist das Eislaufen auf zugefrorenen Wasserflächen, anders als in Köln, offiziell erlaubt. Die Stadt sorgt für die notwendige Sicherheit, indem sie Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr bereitstellt. Ein Modell auch für Köln?

Special


Anzeige




Modisch aufgefallen


Junge Zeiten


Bildergalerien


Termine

Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Neue ksta.tv-Videos aus Köln




Offene Schulen


Top-Links (Anzeige)



Weitere Serien


ksta shop


Aktuelle Verkehrsinfos


Service


Mein ksta.de


ksta.de auf Facebook

KSTA auf Facebook

Aktion


Aktion



Hintergrund


Stadtmenschen Community


Extra


Dienste