Vo dem Kölner Rathaus sollen die Wähler beim Public Viewing auf erste Ergebnisse warten können. (Archivbild: Grönert)
Vo dem Kölner Rathaus sollen die Wähler beim Public Viewing auf erste Ergebnisse warten können. (Archivbild: Grönert)
Köln -
Ablehnung ist immer die leichteste Übung. Nichtwähler, die aus Fehlern der Vergangenheit nur den Schluss ziehen, politische Mitwirkung sei eh für die Katz, gibt es in Fraktionsstärke. Sie zum wählen zu bewegen, ist deshalb eine große Aufgabe für die Stadt - der sie sich mit neuen Mitteln annimmt. Lebensnah gestaltete Politik soll nicht nur per Wahlversprechen angekündigt und nach dem 30. August verwirklicht werden; Köln will den Wahltag selbst zu einem Ereignis machen, das Menschen über den eigenen Besuch im Wahllokal hinaus bewegt. Weil nach dem Verbot von Wahlautomaten wieder von Hand ausgezählt werden muss, sollen sich die Menschen die Wartezeit beim Public Viewing vor dem Rathaus vertreiben können, wo die zuerst ausgezählten Ergebnisse der OB-Wahl gegen 21 Uhr erwartet werden. Schön, wenn viele Menschen dort dokumentieren, dass sie sich Veränderung wünschen. Kandidaten können Versprechen schließlich erst dann einlösen, wenn die Kölner selbst mitziehen und Politik nicht als etwas begreifen, das nur mit denen da oben zu tun hat.