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Radio AG

Gymnasiasten gehen auf Sendung

Von Ingo Lang, 24.08.09, 17:10h, aktualisiert 24.08.09, 17:10h

Der Förderverein und das Kollegium haben einige Investitionen in den Fortschritt vorgestellt. Mehr Medienkompetenz sollen sich die Jugendlichen durch ihr eigenes Radio verschaffen.

Grafiktablett
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Andrea Duyster (l.) und ihr Kollege Mario Heese (dahinter) erläutern die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der neuen Grafiktabletts, die künftig ab der siebten Klasse im Kunstunterricht eingesetzt werden. BILDER: INGO LANG
Grafiktablett
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Andrea Duyster (l.) und ihr Kollege Mario Heese (dahinter) erläutern die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der neuen Grafiktabletts, die künftig ab der siebten Klasse im Kunstunterricht eingesetzt werden. BILDER: INGO LANG
Lohmar - In der Ecke unterm Fenster steht ein Ledersofa. Eine Elternspende. In der meterlangen Regalwand laden bunte Buchrücken zum Stöbern, die Bücher selbst zum Schmökern ein. Die neue Bibliothek am Gymnasium schafft fröhliche Mienen bei den Kindern und Jugendlichen aus Unter- und Mittelstufe. Haben sie doch jetzt nicht allein eine Bücherei, sondern auch noch ein Refugium, in das sie sich während der Mittagspause zurückziehen können.

Aber das ist nicht alles, was Schulleiterin Uta Sonnenberger, Teile ihres Kollegiums und der Förderverein an diesem Vormittag vorstellen. Jochen Dahnke erläutert, wie er demnächst mit den Schülern „auf Sendung“ gehen will. Denn der Lehrer für Physik, Biologie und Informatik hat die „Radio-AG“ gegründet, in der sich die Jungen und Mädchen Medienkompetenz in der Praxis erwerben können: Sie machen ihre eigenen Radiosendungen.

Zunächst als Podcast. Das heißt, die Beiträge werden im MP3-Format gespeichert und auf die Internetseiten des Gymnasiums gestellt. Besucher dieser Seite können die Sendungen per Mausklick abrufen. Die Schüler lernen den Umgang mit Mikrofon und Aufnahmegerät, üben am Computer das Schneiden und betten die Beiträge in Musik ein, entwicklen möglichst dabei ein eigenes Format.

Ist das erledigt, „zündet“ Dahnke die zweite Stufe: den Livestream. Damit gehen die jungen Hörfunker direkt auf Sendung. Live wird im Internet das übertragen, was sie plaudern oder an Hits auflegen. Retuschen für Versprecher gebe es dann nicht mehr, sagt Dahnke schmunzelnd. Als junger Student hat er an der Bonner Universität das Campus-Radio mit aus der Taufe gehoben und schnell Gefallen an dieser Art der Nachrichtenübermittlung und Unterhaltung gefunden. Seine Erfahrungen, die er dort gesammelt hat, will er nun an seine Schüler weitergeben.

Wenn die dann auch souverän ihre Livestreams meistern, wäre die dritte Stufe, sich um Sendezeit beim Bürgerfunk im Lokalradio zu bemühen und zu festen Sendezeiten mit Beiträgen aus der Welt des Lohmarer Gymnasiums zu unterhalten. Die nächste Steigerungsstufe wäre dann der Bericht in Bild und Ton, also Fernsehen zu machen. „Nicht auszuschließen“, deutet Lehrer Dahnke an.

Die Kollegen Andrea Duyster und Mario Heese freuen sich derweil über 16 Grafiktabletts für den Kunstunterricht. Was man mit einem minenlosen Stift auf ebenjenes Plastiktablett malt, erscheint als Zeichnung auf dem Bildschirm. Damit lassen sich ebenso existierende Bilder verändern. Ein Kreativwerkzeug also, das Andrea Duyster als Mediengestalterin in Grafikstudios eingesetzt hat. Vor kurzem ist sie in den Schuldienst gewechselt und findet es dort toll.

Zuschüsse

Das Geld für die genannten Anschaffungen brachte der Förderverein des Gymnasiums auf, die Kreissparkasse steuerte Zuschüsse aus ihrer Städte- und Gemeindestiftung beziehungsweise aus den Überschüssen des Prämienspar-Zweckertrags bei. Von den 6000 Euro für die Bibliothek stammen 1500 von der Kreissparkasse. Fürs Grafiktablett und die Radio-AG gibt es noch mal jeweils 1000 Euro.



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