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Wählergemeinschaft

Gegen die Resignation

Von Claudia Hauser, 26.08.09, 17:01h, aktualisiert 27.08.09, 11:45h

„Deine Freunde“, ein Zusammenschluss von Bürgern, kandidieren für den Rat der Stadt. Sie wollen den Kölnern „ihre Stadt zurückgeben“ und sie dazu anregen, sich zu engagieren für ein schöneres Köln.

Ute Symanski und Tobias Scholz
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Ute Symanski und Tobias Scholz, Mitbegründer von „Deine Freunde“. (Bild: Grönert)
Ute Symanski und Tobias Scholz
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Ute Symanski und Tobias Scholz, Mitbegründer von „Deine Freunde“. (Bild: Grönert)
Köln - Die Kölner haben viele Wünsche für ihre Stadt. Das belegen zwei Videos auf der Homepage der unabhängigen Wählergemeinschaft „Deine Freunde“. „Weniger Baustellen“, sagt eine Frau, „Mehr Mut und Ehrlichkeit“ eine andere. Und ein kleiner blonder Junge verkündet: „Ich wünsche mir, dass Köln ein Meer hat.“ Auch wenn dieser Wunsch utopisch ist - die Mitglieder von „Deine Freunde“, die für den Rat der Stadt kandidieren, wollen die Bürger anregen, darüber nachzudenken, was sie für ihre Stadt wollen und sich für diese Wünsche stark zu machen.

„Die Stadt gehört uns allen“, sagt Ute Symanski, die stellvertretende Vorsitzende. Die 38-Jährige wünscht sich mehr Transparenz in der Kommunalpolitik, Politiker mit einem größeren Verantwortungsbewusstsein und mehr Bezug zu den Themen der Bürger - Kommunalpolitik muss ihrer Meinung nach keineswegs distanziert sein. „Ich habe Anfang des Jahres eine Sitzung der Bezirksvertretung in Ehrenfeld besucht, um mich über ein Bauprojekt zu informieren“, erzählt sie. „Ein Gespräch auf Augenhöhe kam dort mit den Politikern absolut nicht zustande, weil sie alle anwesenden Bürger wie Kinder behandelt haben. Wir haben uns nicht erwünscht gefühlt.“ Nach diesem „Erweckungserlebnis“, wie sie es nennt, hat sich die Kommunikationswissenschaftlerin zur Gründung der Wählergemeinschaft entschlossen - inzwischen gibt es 45 Mitglieder, die keine Politiker sind, sondern „Bürger, die etwas ändern wollen“.

„Deine Freunde“ möchten sich unter anderem für den konsequenten Ausbau von Radwegen einsetzen, wollen mehr abgegrenzte Fußgängerzonen, mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. Außerdem plädiert die Gruppe für „Freie Fahrt für Kölner Pänz“. „Viele Familien können sich das Schüler-Ticket nicht leisten“, sagt Tobias Scholz, Kandidat für Bickendorf II, Vogelsang, Bocklemünd und Mengenich. Der 38-jährige Diplom-Pädagoge findet, Köln mache oft einen gelähmten Eindruck. „Ich glaube aber nicht, dass die Kölner desinteressiert sind - eher resigniert.“



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